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2. September 2013

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In: Karim Geiger's Head Revision

Kommentare deaktiviert für Revision #34 – microLAN

lan_kabel_grossDies ist nur ein kurzer Blogpost, in dem ich dich um deine Meinung zu einer Idee bitte. Warum gibt es noch kein microLAN und warum hat sich noch niemand Gedanken darüber gemacht?

Die Laptops werden immer dünner, die Tablets sowieso. Kein Platz für LAN/Ethernet-Ports mehr. Die Dinger sind ja höher als der VGA-Anschluss! Das muss doch nicht sein. Was spricht also gegen einen LAN-Port, der die Größe von USB/microUSB hat und sonst genau wie der normale Stecker funktioniert. Ich stelle mir also ein Kabel vor, das auf der einen Seite einen normalen LAN-Anschluss hat und auf der anderen microLAN. So kann man seinen Switch ganz einfach mit seinem Tablet/Ultra Slim Laptop verbinden, das natürlich einen microLAN-Port hat. Ganz ohne nervige Adapter o.ä.

Aus technischer Sicht sollte es doch möglich sein den Anschluss auf die entsprechende Größe zu bekommen. Ja, die Stecker werden abgeschirmt, aber die Kabel an sich sind auch nicht so groß wie die Stecker. Es kann also nicht sein, dass die Steckergröße technisch am Minimum ist.

Und nun deine Meinung: Ist das sinnvoll, was spricht dagegen und warum gibt es das noch nicht?

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26. August 2013

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In: Karim Geiger's Head Revision

Kommentare deaktiviert für Revision #33 – Ist denn dass so schwer?

Ich oute mich hiermit offiziell als sogenannten “Grammar Nazi“. Wenn jemand ein Wort falsch schreibt oder mal einen Kommafehler macht, sei ihm das verziehen, allerdings gibt es so ein paar Sachen, bei denen ich ordentlich Plaque bekomme, obwohl sie nichts mit der Oral-B-Werbung zu tun haben: Das und dass, als und wie, Punktation am Ende von Sätzen und – ja, hat nicht unbedingt etwas mit Grammatik zu tun, aber trotzdem ein wunder Punkt bei mir – der Zwinkersmiley.

Wer mich, also so sehr auf die Palme bringen will als kein Zweiter, muß dass alles einfach nur in einen Satz packen !! ;)

Und los gehts. Ich versuche euch in der heutigen Lektion anhand von Eselsbrücken beizubringen, wie man es schafft, dem Zorn des Karim (hallo, das bin ich) auszuweichen. Zu der Kommasetzung fällt mir leider keine einfache Eselsbrücke ein, die man sich einverleiben könnte, weswegen ich derartige Fehler in gewissem Maße auch toleriere.

Fangen wir an mit das und dass. Im Grunde ist es ganz einfach. Kann man anstelle des “das” in einem Satz ein “dies”, “dieses” oder “welches” einfügen, so schreibt man es mit einem s. Beispiel:

Das Wasser ist warm. – Dieses Wasser ist warm.
Dass ich so etwas noch erleben darf. – Welches ich so etwas noch erleben darf.

Das erste Beispiel passt, das zweite nicht. Ganz einfach, oder? Drei Wörter merken, nämlich dies, dieses und welches und alle sind glücklich. Und noch etwas: Auch, wenn ein “das” nach einem Komma steht, heißt das nicht, dass es zwingend mit zwei s geschrieben wird, wie du am Anfang der Zeile sehen kannst. Ach ja: Das mit dem scharfen s kannst du vergessen. Es gibt kein “daß”.

Also weiter mit als und wie. Das ist vor allem ein Problem bei den Vergleichen. “Ich bin größer wie du” und co. Auch hier ein ganz einfaches Prinzip, das sich doch bittesehr jeder merken kann: wie, wenn etwas gleich ist; als, wenn etwas ungleich ist. Und wieder ein Beispiel, weil es so schön war:

“Ich bin schlauer als du.”
“Du bist genau so schlau wie ich.”

Verstanden? Gut. Ein nächster wichtiger Punkt: Satzzeichen am Ende eines Satzes. Jüngere Leute machen den Punkt gerne nach einem Leerzeichen . Ältere Leute verstärken ihre Sätze gerne mit mehreren Ausrufezeichen, weil eins nicht genug ist!!! Hier gilt: Satzzeichen sind keine Rudeltiere, aber alleine sein wollen sie auch nicht. Also bitte: Eins langt, und das direkt ans letzte Wort. Danke.

Der letzte Punkt auf meiner Liste ist eine ganz persönliche Sache: Ich mag ihn nicht, den Zwinkersmiley ;-) Vor allem nicht mit Nase und an jedem Satzende. Der Smiley symbolisiert für mich ein Hochnäsiges “sag ich doch” bzw. ein “du bist so doof, dir muss mans nochmal erklären”. Es gibt Momente, in denen sie angebracht sind, keine Frage, doch meistens sind sie einfach fehl am Platz ;)

Das war’s von meiner Warte aus. Ich hoffe, diese Regeln sind einfach zu merken und nicht mit seltsamen grammatikalischen Begriffen untermalt, die sowieso keiner versteht. In dem Sinne: Auf ein besseres Deutsch. Es muss ja ein paar Leute geben, die der Swag-Hipster-Generation wieder richtiges Deutsch beibringen, wenn deren YOLO-Tattoo verschrumpelt ist und der Tunnel im Ohr herunterhängt.

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14. August 2013

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In: Karim Geiger's Head Revision

Kommentare deaktiviert für Revision #32 – Mac kommt auf den Origin und warum Spielekonsolen besser sind

UnbenanntComputerspiele sind ja so eine Sache. Die meisten laufen nur unter Windows, Mac und Linux bekommen fast keine ab und Spielekonsolen sind auch irgendwo noch vertreten. Und – wie sollte es auch anders sein – auch ich habe zu diesem großen Thema eine Meinung. Auf der Arbeit verwende ich Linux, daheim vorwiegend Mac und nebenher Windows. Mit Windows bin ich übrigens auch aufgewachsen, ich weiß also ein wenig, wovon ich spreche.

Genug zum Vorwort, hier kommt die eigentliche Story, warum ich diesen Post verfasse. Du kennst bestimmt das HumbleBundle. Spende, was du willst und bekomme Spiele ohne Ende. Das ist das Konzept von ihnen. Und ja, es funktioniert. Diesmal im Angebot: Lauter Spiele für das Steam von Electronic Arts aka Origin. Origin an sich ist ein riesengroßer Bug. Neben tausenden von Übersetzungsfehlern funktioniert dieses Programm vorne und hinten nicht. Aber das weiß jeder, der Origin schon einmal benutzen musste. Origin fasst alle Spiele der Marke EA zusammen. Wer einen neuen Kassenschlager des Monsterspieleherstellers kaufen will, kommt nicht an dem großen, orangenen O vorbei. Origin sorgt nicht nur dafür, dass User Selbstmord begehen, Tastaturen in Monitore werfen und die EA-Supporthotline (die mal so nebenbei nur von 10 bis 17 Uhr geöffnet hat) mit Schimpfwörtern behäufen, die bisher nie ausgesprochen wurden, nein, Origin sorgt auch dafür, dass Spiele nicht weiterverkauft oder kopiert werden können und die User automatisch aus dem Spiel fliegen, wenn die Internetverbindung für mehr als 15 Minuten abbricht. Kurzum: Origin ist ein Segen. Für jeden Manager.

Aber zurück zum eigentlichen Problem: Ich habe bei dem HumbleBundle zugeschlagen, weil ich Sims 3 und diverse Erweiterungen gerne legal erwerben wollte, damit ich den Herstellern für ihre Arbeit danke und nicht umständlich Cracks suchen, auf Viren prüfen und installieren muss. Mittlerweile sind zwei Stunden vergangen, in denen ich vergebens versucht habe, das Spiel, das ich legal erworben habe, zu installieren. Grund dafür:

origin

Ich habe versucht den Support auf Twitter zu kontaktieren, der mich erst einmal für blöd verkaufen wollte, mir dann versicherte, dass es sich um einen temporären Fehler bei Origin handelt und sich anschließen sarkastisch bei mir für mein “understanding” bedankt. Ich habe auch versucht, einen Live-Chat zu finden (vergebens), Abends um 21 Uhr die Hotline anzurufen (vergebens) oder auf diversen Hilfeseiten eine Antwort zu bekommen (vergebens).

Fakt ist, dass ich nun hier sitze, einen Blogartikel verfasse und immer noch nicht mein Sims 3 spielen kann, welches ich – wenn ich mir eine gecrackte Version geladen hätte – wahrscheinlich mittlerweile so lang gespielt hätte, dass all meine Sims schon krepiert sind.

Aber das ist ok. Das gibt mir die Möglichkeit einmal detailliert zu erörtern, warum ich einer der wenigen Konsolen-Fans bin. Ich werde mir die Xbox One zulegen und besitze momentan die Playstation 3. Diese Entscheidung bereue ich jeden Tag, weil ich lieber die Xbox 360 behalten hätte sollen, aber das ist eine andere Geschichte.

Gehen wir mal davon aus, dass man sich kein Spiel von EA holt und es in Steam kauft. Es wird heruntergeladen, installiert, gestartet und BÄM! In 50% der Fälle funktioniert es nicht. Entweder fehlt Games for Windows Live, uPlay, DirectX, wotzefack.dll oder ein Grafiktreiber ist nicht aktuell. Irgendwas ist immer. Bei der Konsole hingegen legt man die Spiel-CD/DVD/Blu-Ray ein, updated und kann loslegen. Die Spiele haben weniger Bugs auf Konsolen, weil sie für exakt diese Hardware getestet wurden und laufen wesentlich performanter, weil die Betriebssystem-Zwischenschicht sehr viel schlanker gehalten wird als bei herkömmlichen PCs. Ist ja auch logisch. Mehr als Spielen und Multimedia muss das Ding ja auch nicht können. Man bekommt also im Endeffekt (mit ein paar minikleinen Abstrichen) die selbe Leistung für 500 Euro (aktueller Preis der Xbox One) anstelle von 1000 Euro (aktueller Preis meines Gaming-PCs).

Auch hier gilt natürlich: Für Gelegenheitszocker wie mich ist die Konsole die beste Lösung. Einlegen, updaten, zocken. Für notorische Powergamer kommt das natürlich nicht in Frage. Da muss gepatcht, gemoddet, gehackt und getweaked werden. Und wehe man hat einen 1ms-Lag.

Jetzt aber mal deine Meinung: Spielst du überhaupt? Wenn ja, wo, wie viel und warum?

Ach ja.. mein Sims 3 geht immer noch nicht. Ich habe mir einen Wecker auf 9:59 Uhr gestellt. Um Punkt 10 werd ich bei der EA-Hotline durchklingeln und fragen, was Sache ist.

Update: Mittlerweile geht es. Die Supporthotline hat mir einen neuen Key zugewiesen, weil der alte Key nicht funktionierte. Ich habe das selbe Problem wie alle, die das Humble Bundle in den ersten Stunden gekauft haben.

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11. August 2013

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In: Karim Geiger's Head Revision, Ubuntu, Visionen

Kommentare deaktiviert für Leserbrief zu Revision #17 – Das Internet und Ubuntu

Johannes Wolf war so nett und hat mir einen – in meinen Augen beachtlichen – Leserbrief zukommen lassen, den ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Er bezieht sich auf Revision #17, in der ich meine Zukunftsansicht von Ubuntu und dessen neuem Konzept preisgebe.


Leserbrief zu Revision #17 – Das Internet und Ubuntu

- Eine wirtschaftliche Betrachtung

Ich halte den Traum vom hauptsächlichen Produkt „Ubuntu“ für eine Seifenblase, die platzen wird. Prognosen, dass sich alle Menschen auf ein System, etc. einigen kommt nur ganz selten vor und ich muss zugeben, dass mir momentan nicht mal eines einfällt. Ausser natürlich Vereinbarungen, die von den Firmen oder Organisationen (wie Normung, etc.) selbst getroffen wurden. Selbst bei Nischenmärkten wie „Hausgerätesteuerungen“ gibt es mehrere Anbieter, die sich gut m Markt positioniert haben.

Wir müssen bei dem Thema Devises mehrere Dinge beachten.

Zum Einen, die Seite der Nutzer, User. Da gibt es unterschiedliche Rollenprofile. Die man auch unterschiedlich einteilen kann. Z.B. ist eine Einteilung mit sogenannten „Sinusmilieus“ (siehe Google-Bildersuche, da sinusvision nur noch gegen Bezahlung Daten rausrückt). Da gibt es beispielsweise Leute, wie uns die relativ früh neue Technik ausprobieren und begeisterungsfähig sind und in der Regel auch Produkte vorantreiben (insbesondere auch IT‘ler), im Gegensatz zu den eher konservativ denkenden Leuten, die eine gewisse Skepsis gegenüber Technik an den Tag legen (z.B. haben laut dem Müller-text auf zdf.de nur 35 % in Deutschland überhaupt ein Smartphone). Auch spielen in den Unterschiedlichen Kundenprofilen andere Kriterien eine Rolle, wie Preis, Status, Wichtigkeit des Produkts fürs eigene Leben, etc.)

Dann die Betrachtung der Hersteller, die auf dem Markt auch nicht unbedingt versuchen zu schlafen. In jedem Unternehmen sind Leute für die Entwicklung und Marktbeobachtung zuständig. Wirklich untergehen werden Unternehmen in der Regel nur, zwecks Misswirtschaft, keine Investitionen mehr, bzw. wenn sie neue Technologieen verschlafen und nicht mitziehen. Auch ein Skandal kann ein Unternehmen nach hinten werfen. Hinter den Unternehmen stehen also hunderte von Leuten, die Bezahlt werden wollen und versuchen mitzuziehen. Hier spielt auch eine Rolle in wie fern das Unternehmen bzw. das Produkt beworben werden kann (finanzielle Mittel und emotionales Empfinden gegenüber den Produkten: Lifestyle etc.). Und die Funktionen, die mache Produkte besser machen, gar ausmachen werden von den Anderen kopiert bzw. implementiert – teils auch auf anderer Art und Weise.

Weiter fehlen uns noch die Entwickler im Speziellen und die Zwischenhändler. Die kann man aufteilen, in die Personen, die Geld verdienen müssen und die die Ideologisch an die Apps herangehen und sich freuen, wenns was abwirft.

Die Betrachtung, dass das Produkt sich am Markt durchsetzt, das am Besten für Alle ist ist leider sehr Ideologisch und trifft nicht immer zu. Beispielsweise gab es neben BluRay auch HD DVD. Soweit ich das weiss, war angeblich HD DVD die bessere Qualität, aber BluRay hatte eine größere Anzahl an Unternehmen, die das Unterstützten (angeblich hatte die Pornoindustrie den ausschlaggebenden Stoss gegeben, dass sich BluRay durchsetzte).

Bei Unternehmen wie Media Markt, die die Endgeräte vertreiben müssen, muss die Gewinnspanne höher sein. Denn das Produkt, an dem der Händler am meisten verdient (das Verhalten trifft nicht unbedingt auf den Verkäufer im Geschäft zu, der dir das Teil erklärt, eher auf das Management und Einkauf etc.), wird häufig auch besser platziert stehen, bzw. besser beworben werden (die Diskussion über Handelsmarken und Herstellermarken und die möglichen Modelle, können wir gern wann anders besprechen). Versucht man nur übers Internet zu vertreiben, wird man nicht den kompletten Markt erreichen, da auch heute noch viele (Kernzielgruppe 35+) lieber einen persönlichen Ansprechpartner bei technischen Geräten haben, als im Internet zu bestellen (ergo, hier wieder die Frage welches Produkt am Besten an den Mann gebracht wird/z.B. höchsten Gewinn abwirft).

Jetzt kann man noch Open Source und geschlossene Systeme gegenüber stellen. Bis vor schätzungsweise 10 Jahren dachten viele, dass geschlossene Systeme eigentlich keine Chance haben, weil Dritthersteller von Rechnern wie Asus, Dell etc. dann keine Marktberechtigung mehr haben und der Kunde aufgrund verschiedener Kriterien (wie Abgrenzung, Statussymbole etc.) auch die Differenzierung gegenüber Kollegen, Freunden etc. wollen. Heute haben beide Systeme ihre Berechtigung. Der Open Source Markt lässt Individualismus zu und geschlossene Systeme machen es aus Kundensicht (DEU) häufig leichter, ohne drüber nachzudenken, einen gewissen Qualitätsstandard einzukaufen (deswegen rennen viele in anderen Städten zu Läden, die sie kennen, wie MC Donalds, Starbucks etc., als zu einem kleinen Laden zu gehen, dessen Qualität sie nicht einschätzen können). Das ist meines Erachtens auch ein Grund, warum Open Source Unternehmen immer mehr versuchen mit der Produktmarke auch einen gewissen Standard zu etablieren (z.B. Normung bei der Appgestaltung).

Betrachtet man den Mobilfunkmarkt, stellt man beispielsweise auch fest dass es regionale Unterschiede gibt. In den einzelnen Gebieten ist O2 oder E-Plus oder T-Mobile Marktführer. E-Plus begann beispielsweise mit der Idee auch Untergruppen im Markt Raum zu geben (wie Discotel [günstigster Anbieter, laut meinem Kenntnisstand], Alditalk, etc.).

Fazit: Ich halte Ubuntu, neben iOS und Android für ein sehr attraktives System. Aber letztlich wird es aus meiner Sicht keine Reduzierung auf 1-2 Anbieter im Markt geben, an die sich die Endkunden ketten werden. Der Markt ist aktuell noch wachsend und so wird es weiterhin eine Differenzierung geben. Das Einzige was ich mir auf lange Zeit vorstellen kann und was ich glaube, dass sich bei einem nicht mehr wachsenden Markt etablieren wird, ist die Normung auf gewisse Übertragungsprotokolle im Open Source-Markt. Das heißt, dass jedes Gerät und jedes Betriebsystem irgendwann miteinander kommunizieren kann und sich gegenseitig synchronisiert. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg – ich kann mir das frühestens in 5 Jahren vorstellen, wenn Tablets, TV-Geräte und -Boxen, Smartphones und Rechner bei jedem Zuhause stehen, bzw. viele schon zu Zweitgeräten greifen.

gez. JoeesWolf


Ich möchte gerne detailliert auf das Feedback eingehen und meinen Senf dazu einreichen, jedoch brauche ich dazu etwas Zeit, welche ich momentan nicht habe. Wie ich darauf reagieren werde (ob ich mit ihm – sofern er damit einverstanden ist – eine Skype-Diskussion aufzeichne oder ob ich in Textform antworten werde) weiß ich noch nicht. Ich möchte mich aber herzlichst bei ihm bedanken und natürlich auch alle anderen Leser dazu aufrufen ihre Meinung zu einem beliebigen Thema auf diesem Blog kund zu tun. Leserbriefe sind immer willkommen!

Update: Es ist soweit, der Podcast ist live. Hier kannst du ihn anhören!

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9. August 2013

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In: Karim Geiger's Head Revision, WhatsApp, Whistlie.im

Kommentare deaktiviert für Revision #31 – WhatsApp und die User

Verzeih, aber ich bin gerade am lachen. Ich wurde soeben von drei Leuten angeschrieben, dass ich doch mal dieses super Whistle.im, welches jetzt überall in den Nachrichten ist und ein angeblich “sicherer” WhatsApp Konkurrent wäre, ausprobieren soll. Überall in den News wird darüber berichtet. Doch fakt ist: Das Ding ist – mal abgesehen davon, dass es die bis jetzt lächerlichste Alternative ist – genau wie alle anderen zum scheitern verurteilt. Warum das so ist und warum mir niemand glauben will, erkläre ich hier:

Die Alternative Whistle.im ist in der Tat so lächerlich, dass ich mich eigentlich schäme darüber zu berichten, weswegen ich es auch ganz kurz halten werde. Diese App- bzw. Website möchte WhatsApp durch eine sichere 2048-Bit-End-To-End-Verschlüsselung ablösen. Aber das alles kann in dem oben genannten News-Artikel nachgelesen werden. Abgesehen von den ganzen kommenden Gründen ist klar, warum Whistle.im sich nicht durchsetzen wird und morgen auch schon wieder vergessen ist: ES IST EINE WEBSITE IN EINER APP. Und das als Messenger, der auch unterwegs bei EDGE und co. verwendet werden will. Sorry. Das wars dazu.

So, warum gewinnt also WhatsApp und warum verliert ChatOn, Viber, mySMS, Whistle.im (haha :’D) und der ganze namenlose Rest? Fangen wir mit der Zielgruppe an, für die ein solcher Messenger ausgelegt ist. Du als Leser meines Blogs bist wahrscheinlich genau die Person, die nicht in diese Kategorie fällt. Zielgruppe für einen einfachen Messenger sind Personen wie deine kleine Schwester, deine Mutter oder vielleicht sogar dein Opa. Es sind normale Menschen, die keine Ahnung von Computern und Smartphones haben und allesamt entweder ein “Samsung” oder ein “HTC” besitzen*. Sie lesen das, was in der BILD steht (OMG NSA OMG PRISM) und glauben das, was in der Beschreibung einer App steht – wenn sie sie denn mal lesen. Ja, es handelt sich bei dem normalen Menschen um einen absoluten DAU. Aber das ist auch verständlich. Man kann nicht auf jedem Gebiet ein Fachmann sein. Ich bin auch ein DAU, wenn es z.B. ums Einkaufen geht. Dann nehm ich halt “die Suppe mit dem roten Logo” oder “den Käse mit den Löchern”. Dazu kommt, dass wir Menschen uns Dinge, die uns nicht interessieren, nur ein paar Tage lang merken. Wenn mir jemand sagt, dass der Käse, den ich so gerne esse Gouda heißt, dann weiß ich das in einer Woche, wenn ich das nächste mal einkaufe, nicht mehr. So ist es auch mit dem NSA “Skandal”**. Für ein paar Wochen ist es nun das schlimmste auf der Welt und im September weiß Tante Emma nicht mehr, was der Unterschied zwischen PRISM und Prison ist.

Also, fassen wir zusammen: Der 0815 Smartphone-User weiß weder, was eine End-To-End-Verschlüsselung ist, noch, was das mit einem Passwort zu tun hat. Ein Passwort ist für einen Anwender nur ein nerviges Ding, das eingegeben werden muss, damit man – falls das Handy verloren geht – seine Daten noch hat. “Und da mir das ja nie passiert, merk ich mir das Passwort auch nicht.” Ich habe es schon unzählige Male erlebt, dass jemand total hektisch zu mir gekommen ist und gefragt hat, wie denn nun das Google-Passwort ist, damit er im Play Store wieder etwas einkaufen kann. Oder der Steam-Login, weil er einen neuen Computer hat. Oder, oder, oder.

Merken wir uns: Verschlüsselung interessiert keinen und Passwörter sind nervig. Statistisch bewiesen ist, dass eine Login-Maske in einer App gut 30% der Nutzer dazu verleitet, die Anwendung noch vor der Registration zu deinstallieren. Und was ist bitte einfacher, als die App zu starten, zu warten, bis sie sich mit der Handynummer authentifiziert hat und dann direkt mit bestehenden Kontakten, die durch welche Magie auch immer in der Favoriten-Liste erscheinen, zu chatten? Nichts. Und genau das ist der Vorteil von WhatsApp.

Es ist technisch nicht möglich eine sichere Verschlüsselung ohne Passwort hinzubekommen. Technisch trifft WhatsApp also keine Schuld, dass die Verschlüsselung nicht sicher ist. Als Passwort fungiert hier also quasi die Telefonnummer und die Unique Device ID. Wer diese zwei Daten hat, kann auch genau so gut ein Passwort gesnifft haben. In meinen Augen ist WhatsApp also eben so sicher wie das Whistle.im (haha :’D) eines DAU, der als Passwort Hallo123 hat.

Aber ist ja auch egal. Zumindest für Otto Normaltexter. Der freut sich, dass er in WhatsApp all seine Kontakte hat und sich (fast) kostenlos mit ihnen unterhalten kann. Warum also zu Whistle.im (haha :’D) wechseln? Die Freunde sind doch auch bei WhatsApp. Und genau das ist der springende Punkt. Jeder ist bei WhatsApp, genau wie jeder bei Facebook ist. Und solange alternative Software nicht irgend etwas bietet, das jeden WhatsApper aus den Hipsterstiefeln kippen lässt, wird WhatsApp genau wie Facebook dominant bleiben. Dann ist es ganz egal, ob die Software von einem großen Konzern wie Google kommt oder auf jedem Samsung Smartphone vorinstalliert ist. Kennt eigentlich noch jemand dieses Google+?

tl;dr: Die Konkurrenz hat so lange keine Chance, bis sich eine einfachere, sicherere, und innovativere Alternative finden lässt. Das wird irgendwann garantiert kommen, allerdings nicht durch irgendwelche “alternativen”, die den selben Featurestand unter neuem Design bieten.

Deine Meinung zu dem Thema?

__________________________

* mal ganz am Rande: Ich verabscheue es, wenn ich jemanden frage, was er für ein Handy hat und als Antwort dann kommt “Ich hab n Samsung.” Ja geil. Ein Samsung. Jetzt weiß ich mehr. “Was hast du für einen PC?” – “Nen weißen.” ist das selbe Kaliber.

** ich bin echt überrascht, dass alle so überrascht sind. Mir war schon immer klar, dass wir überwacht werden und aus unseren Metadaten Statistiken gezogen werden. Und warum denn auch nicht? Wenn ich die NSA wäre, würde ich es nicht anders machen.

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21. Juni 2013

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In: Karim Geiger's Head Revision, Test

Kommentare deaktiviert für Revision #30 – iPhone – der Härtetest

Als ich mich das letzte mal so über Android aufgeregt habe, habe ich beschlossen mir ein iPhone zu kaufen und es zu testen. Gesagt, getan. Seit Mittwoch – also seit drei Tagen – besitze ich nun ein weißes iPhone 5 in der 32 GB-Variante und hatte ausgiebig Zeit, mit dem iDevice einiges anzustellen. Da iOS für mich wegen des iPads nicht ganz #neuland ist, beziehen sich meine Punkte, die iOS betreffen nicht nur auf die letzten drei Tage, sondern auf das letzte halbe Jahr. Die letzten drei Tage habe ich stichpunktartig alle positiven und negativen Punkte festgehalten um sie jetzt geordnet und objektiv wiedergeben zu können.

Das wars zum Vorwort. Was gleich beim Einrichten des iPhones auffällt ist die übertrieben kleine nanoSIM, die ich mir anhand einer Schablone aus der microSIM zurecht schneiden musste. Ich weiß nicht so ganz, was die Aktion mit der nanoSIM Seitens Apple sollte. Der Slider, in den man die Karte einlegt ist exakt gleich groß wie der des Nexus 4 oder des HTC One, welche beide eine microSIM benötigen. Platz kann also nicht der Grund sein.

Schaltet man das gute Stück nun ein, fällt einem nach der Einrichtung direkt auf: Es funktioniert. Keine Ruckler, nichts. Es läuft einfach flüssig. Und das, obwohl nur ein Dual-Core Prozessor unter der Haube steckt. Diesen bemerkt man zwar bei 3D-Spielen wie z.B. Subway Surf, im alltäglichen Betrieb jedoch nicht. Auch hier sieht man wieder, wie schlecht die Entscheidung für Android Java zu verwenden war.

Der Sync Seitens iCloud ist super. Täglich wird ganz heimlich ein Backup vom Gerät wahlweise auf den laufenden PC via WLAN geschoben oder in die iCloud. Auch Kontakte, Kalender, Mails und co. werden natürlich problemlos gesynct. Allerdings nur von Apple. Wer sein Google-Konto verknüpft haben möchte kann das nicht etwa per Exchange o.ä. hinzufügen sondern muss für den Kalender und die Kontakte einzeln CalDAV bzw CardDAV einrichten, was nicht gerade einfach ist. Einmal konfiguriert klappt jedoch auch dieser Sync problemlos.

Bevor ich nun mit der Usability von iOS im Alltag weitermache und anfange mich über iTunes zu beschweren, möchte ich noch ein paar Worte über die Hardware verlieren. Das Telefon an sich ist wie jeder weiß sehr hochwertig und gut von Kinderhänden in Asien produziert und hat die perfekte Größe, weil – man glaubt es kaum – der Bildschirm keine 5+ Zoll groß ist!!1 Man kann dieses Ding wirklich mit einer Hand bedienen ohne Weltmeister im Daumenverdrehen sein zu müssen, wenn man an den oberen, linken Rand möchte. Auch schön ist, dass der Akku selbst am USB-Port sehr zügig lädt. Punktabzug gibt es jedoch bei der Positionierung des Audio-Ausgangs, denn der stört beim Handy halten. Ja ich weiß, er ist an der unteren Seite positioniert, weil man das Handy dann richtig herum (also falsch herum) in die Tasche stecken kann, wenn man gerade Musik hört. Trotzdem kann sich mein kleiner Finger nicht mit dieser Position anfreunden.

Kommen wir zum Zubehör. Damit meine ich die Apple EarPods. Die, bei denen der Bass und die Form so super sein sollen. Nun, was die Form angeht stimme ich ihnen zu. Die Hörer liegen gut im Ohr und stören nicht. Die Klangqualität ist allerdings sehr luftig und lässt sich nicht mit (Teufel) In-Ear-Kopfhörern vergleichen. Für beigelegte Billigkopfhörer sind sie allerdings wahrlich nicht die Schlechtesten.

zeitungskioskSo, genug zur Hardware. Sprechen wir über das, was das iPhone zum iPhone macht: iOS. Vorab gibt es ein paar Punkte, die mich wirklich unfassbar aufregen. Mit an erster Stelle ist dieser bes..scheidener Zeitungskiosk. Nicht nur, dass er die wohl unnötigste App am ganzen System ist, nein, er fungiert auch noch als Ordner und lässt sich somit nicht in einen Unterordner verschieben. Dieser in meinen Augen Mordsbug wurde glücklicherweise in iOS 7 behoben, trotzdem darf sowas doch nicht in die Produktion gehen! Das ist genau das selbe wie der Battery Saver aus dem HTC One review. Was mir auch nicht gefällt ist, dass man für Smileys in WhatsApp und co extra eine App herunterladen muss, die dann eine Tastatur nur für Emoticons ist, aber damit kann ich leben.

Gut finde ich jedoch das Berechtigungssystem unter iOS. Bei Android kommt einmal eine Bestätigung beim Installieren, dass die App 90% des Handys kontrollieren kann und dann sieht man nie wieder, was passiert. Bei iOS jedoch wird immer erst dann gefragt, wenn die App darauf zugreifen möchte. So sieht man erstens warum die App das braucht und zweitens kann man beliebig einstellen, was welche App für Berechtigungen bekommt. So kann man Facebook beispielsweise verbieten den aktuellen Standort zu verwenden aber Zugriff auf die Photos gewähren und Push-Benachrichtigungen zulassen.

Auch schön ist, dass Benachrichtigungen verschwinden, sobald die App geöffnet wurde und die Anzahl oben rechts neben der App angezeigt wird. So verschwinden die Benachrichtigungen über neue Tweets sobald man die Twitter-App öffnet ohne sie einzeln wie bei Android wegwischen zu müssen. Auch kann man pro App festlegen, wie viele Benachrichtigungen angezeigt werden sollen. Gruppiert werden sie auch.

Was gar nicht geht ist die Integration der Klingeltöne. Entweder man gibt sich mit den vorhandenen zufrieden oder man bekommt die Möglichkeit im AppStore welche für teures Geld käuflich zu erwerben. Unter Android war es zwar auch kein Kinderspiel eigene Klingeltöne hinzuzufügen, aber immer hin ging es ohne lästigen iTunes-Sync. Ich sehne mich nach den alten Zeiten, in denen man jede mp3-File mit einem Klick zum Ringtone machen konnte.

Und wenn wir gerade bei Einstellungen sind: Das Konzept, dass App-Settings nicht nur in der App sind, sondern auch zentral unter den Systemeinstellungen ist finde ich genial gelöst. So hat man alle Einstellungen auf einem Blick und kann ohne zwischen tausend Apps wechseln zu müssen genau das übernehmen, was man möchte.

itunesAbschließend möchte ich noch ein Wort zu iTunes verlieren. Katastrophal. Der Gedanke dahinter ist ja schön und gut, trotzdem gibt es so einiges, was einfach gar nicht geht. Zum Beispiel werden nur mp4-Videos unterstützt, welche alle konvertiert werden müssen. Dann wird für jedes Photo ein Thumbnail generiert, welches im SELBEN PFAD in einen Cache-Ordner abgelegt wird, was imho sehr, sehr nervig ist. Immer hin geht der Sync mittlerweile über WLAN und nicht mehr nur via Datenkabel. Trotzdem. iTunes muss nicht sein.

Zusammengefasst noch einmal alle positiven und negativen Punkte. Wie du siehst ist auch das iPhone nicht perfekt, doch meiner Ansicht nach noch das beste Smartphone-OS.

+ Alles läuft reibungslos
+ Einfache Backups
+ Perfekte Größe
+ Lädt sehr schnell
+ EarPods sind angemessen
+ Berechtigungssystem
+ Benachrichtigungen
+ Zentrale Einstellungen
- nanoSIM imho unnötig
- 3D-Grafik etwas langsam
- Google-Sync ist sehr kompliziert (Cal-, CardDAV)
- Audio-Ausgang ungünstig gewählt
- Zeitungskiosk COMES DIRECTLY FROM HELL
- Ringtones
- iTunes

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18. Juni 2013

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In: Karim Geiger's Head Revision

Kommentare deaktiviert für Revision #29 – Amazon-Streiks

Ich glaube du hast bereits mitbekommen, dass die Mitarbeiter bei Amazon derzeit streiken. Gerade haben sie einen zweitägigen Streik angefangen und schon im letzten Monat fanden einige Streiks statt.

Ich schreibe diesen Post nicht, um auf die Streiks einzugehen, sondern um die Strategie zu erklären, mit denen Amazon diese Zeit unbeschadet überstehen möchte. Wer momentan bei Amazon bestellt, muss oft mehrere Tage warten bis die Bestellung raus geht. Das ist auch ganz logisch, wenn nur die Hälfte der Arbeiter arbeiten. Folglich muss Amazon dafür sorgen, dass sie weniger Kundschaft bekommen, solange der Streik anhält.

Du kennst doch bestimmt die Amazon Kreditkarte. Bei dieser Karte bekommt man wenn man bei Amazon einkauft pro Euro zwei Punkte, wenn man mit der Karte woanders einkauft ein Punkt pro zwei Euro. Ich besitze eine solche Karte und habe daher gerade von der LBB, die hinter der Amazon Kreditkarte steckt, eine Mail bekommen (siehe oben rechts). Dort heißt es:

Ab sofort und bis zum 25.07.2013 gilt es, für Ihre Einkäufe außerhalb von Amazon.de 4-fache Amazon.de Punkte abzuräumen

Im ersten Moment eine komische Aktion. Warum sollte Amazon dafür werben, dass man außerhalb von Amazon einkauft? In Verbindung mit den Streiks aber ganz logisch: Sie wollen Kunden loswerden. Aber nur vorübergehend.

Meiner Meinung nach eine coole Idee. Ich für meinen Teil werde nächsten Monat etwas weniger bei Amazon bestellen ;)

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15. Juni 2013

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In: Karim Geiger's Head Revision, Vision, Visionen, Web 3.0

Kommentare deaktiviert für Revision #28 – Web 3.0

Das Web 2.0 ist langsam ein alter Hut und wir bewegen uns in Richtung Web 3.0. Während viele Websites noch versuchen, auf das Konzept des sozialen Netzes aufzuspringen, entwickelt sich das Internet langsam und ohne dass die Nutzer es merken weiter. So wird bald ein Web entstehen, wie wir es uns alle wahrscheinlich nicht wünschen. Ich habe mal versucht, dir meine Vorstellung des Internets in 5 bis 10 Jahren nahezubringen.

Das “freie Netz”, wie wir es kennen wird vermutlich nicht mehr wirklich existieren. Es ist natürlich noch vorhanden, aber wird sich denke ich ähnlich verhalten wie die heutigen Newsgroups. Die meisten kennen es nur als Download-Plattform, früher war es Kommunikationsmittel Nummer Eins. Das, was wir derzeit noch Browser nennen, wird in ferner Zukunft keine große Rolle spielen. Und Domains sind sowieso obsolet.

Wir werden ein Programm haben, das Facebook (oder Google, bin mir nicht ganz sicher, wer den Größeren hat. Gehen wir einfach mal von Facebook aus) öffnet und nichts anderes. Am Handy haben wir Facebook OS (das erste Facebook-Phone gibt es ja schon) und am Laptop eventuell so etwas ähnliches wie Chrome OS, wobei ich mir damit noch nicht sicher bin. Fakt ist aber, dass wir keinen Browser mehr haben. Wir haben keine Millionen von Websites, die alle anders aussehen, vollgestopft mit Werbung sind und alle wirr in der Gegend rumlinken. Wir haben eine zentrale Anlaufstelle: Facebook.

Auf Facebook kann man heute (Stand 2013):

  • Chatten (ICQ, Jabber, SMS, …)
  • News lesen (Google News, RSS, …)
  • Freunde verwalten (Kontakte, Email, …)
  • Das Internet durchsuchen (Google, Bing, …)
  • Werben (Google AdWords, …)
  • Events planen (Private Website, …)
  • Sich informieren (Wikipedia, …)
  • Bilder/Videos sharen (Instagram, YouTube, …)
  • Spielen (Travian, …)
  • Und so unfassbar viel mehr..

Facebook hat jetzt schon einen Großteil der Dienste abgelöst, die damals noch alle ein unterschiedliches Design hatten und einzeln synchronisiert und gepflegt werden mussten. Was jetzt noch fehlt um das gesamte Internet im Heimanwenderbereich zu “übernehmen” sind Foren, Shops und Downloads. In vielen dieser Bereiche arbeitet Facebook an einer Umsetzung. einen Blog kann man beispielsweise mit seinen Abonnements verwirklichen, Downloads gibt es schon auf dem Smartphone und der Rest wird auch bald kommen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Möglichkeit, andere etwas entwickeln zu lassen und damit Geld zu verdienen. FarmVille und co machen vor, dass es funktioniert. Auch das wird noch erweitert werden, sodass Firmen zukünftig die Möglichkeit haben werden, Content und Anwendungen für Facebook (natürlich abgesegnet durch das QA-Team) bereitzustellen.

Nachdem es nicht mehr wirklich nötig ist, einen neuen Tab aufzumachen um zu gucken, wie das letzte Fußballspiel ausging oder um herauszufinden, wann Barack Obama von seinem Amt zurückgetreten ist, wird dieser Aufwand auch nicht mehr betrieben werden. Man guckt eben im in Facebook integrierten Wikipedia nach (ist übrigens heute schon so bei automatisch generierten Seiten) oder sieht sich ein Video im Videobereich an.

Facebook wird zum Browser

Facebook wird zum Browser

Viele große Fimen werden ihr Augenmerk verstärkt auf Facebook legen und dort die Produkte oder Services vermarkten, weil es wesentlich einfacher ist, als einen Webdesigner für die Homepage zu beschäftigen. Das World Wide Web wird sich immer mehr auf Facebook zentrieren, weil ja sowieso so gut wie jeder da ist und jeder es benutzen kann. Bald gibt es keine URL-Leiste mehr und bald keine Browser mehr. Wozu auch? Es ist ja alles in Facebook integriert.

Irgendwann wird niemand mehr auf die Idee kommen auf firmenname.com zu gehen oder die Frage in Google einzutippen. Man hat Facebook ja sowieso gerade offen. Das Web wird langsam zu Nerdwissen und beschränkt sich auf unternehmensinterne Services, kleine Dienste, spezielle Informationsquellen, Pornos, illegale Downloads und löst langsam die Newsgroups ab.

Wenn nicht bald etwas ganz gravierendes passiert, wird das meiner Meinung nach die Zukunft des Internets sein. In vielen Punkten finde ich den Plan von Zuckerberg nicht schlecht, weil es das Internet gerade für Normalanwender vereinfacht, alle Informationen bündelt und es endlich ordnet und strukturiert, was Yahoo! und Google ja vergebens versuchen. Doch natürlich hat das auch riesengroße Nachteile. Das Medium Internet wird nicht mehr der Punkt sein, an dem kleine Start-Up aus dem Boden sprießen und neue Ideen von heute auf morgen geboren werden. Es wird von großen Konzernen regiert. Ähnlich wie das Fernsehen, das Radio, das Auto, der Immobilienmarkt und sonst jede andere Branche. Aber es wird eine neue Innovation geben, die nach dem Internet kommt und das WWW zum Radio unter den Fernsehern macht.

Deine Meinung? Alles Schwachsinn oder könnte doch was dran sein?

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15. Juni 2013

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In: Karim Geiger's Head Revision, videos, vine

Kommentare deaktiviert für Revision #27 – 6 Sekunden Videos

Du kennst doch Vine, den neuen Service von Twitter, mit dem du Videos aufnehmen kannst, die 6 Sekunden lang sind. Damit kann man ja einiges an lustigen Sachen mach, aber es nervt mich.

Sobald Vine bekannter wurde, gab es auch auf Facebook genug Seiten, die eben solche Videos anbieten. Und dann gibt es natürlich Freunde, die einem das permanent schicken. Das Problem dabei ist, dass diese immer Ton brauchen und buffern müssen (warum auch immer. Irgendwie bekommt Facebook das mit dem Buffering nicht ganz auf den Kasten). Und da ich entweder am Handy bin (an dem Videos ja bekanntlich eine Katastrophe sind) oder am PC Musik höre, muss ich diese immer unterbrechen, um mir 6 Sekunden lang irgend einen Mist anzusehen, den man genau so gut auch als gif (yiff) mit Untertiteln verpacken kann.

Ich finde es also sehr schade, dass so Kurzvideos immer bekannter werden und einfache gifs, die heutzutage weder buffern müssen noch irgendwelche nervigen Töne von sich geben und mit allen Geräten kompatibel sind, immer mehr in den Hintergrund verschoben werden.

So viel zum Thema. Wollte einfach mal loswerden, dass ich den neuen Hype (hoffentlich bleibts dabei) nicht gut finde. GIF FOR THE WIN!

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