Archive for the ‘Test’ Category

16. September 2013

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In: Karim Geiger's Head Revision, Test

Kommentare deaktiviert für Revision #35 – Polyphasischer Schlaf

polyphasischer_schlafPo.. Poly.. Was? Ja! Ist voll cool! Damit kann man seinen Schlaf reduzieren. Lass mich von Anfang an beginnen. Ich bin einer, der unglaublich gerne unglaublich lange schläft und das für unglaubliche Zeitverschwendung hält. Ich nehme mir des öfteren vor, bevor ich zu Bette gehe, dass ich am nächsten Tag (meist ist das ein Samstag oder Sonntag) vor 10 Uhr aufstehen werde. Ich stelle also den Wecker auf 9 3/4 Uhr und schlafe ein. Am nächsten Morgen klingelt dann der Wecker und es spielt sich jedes mal das gleiche Szenario ab: *auf die Uhr schau* “Ach.. Scheiß drauf.” *weiterschlaf*

Aus dieser äußerst konsequenten und durchdachten Strategie resultiert, dass ich am Wochenende einen völlig anderen Schlafrhythmus verfolge als unter der Woche, wo ich ja gezwungen werde um halb 8 bzw. halb 7 wenn Berufsschule ist aufzustehen. Da unser Körper ein absolutes Gewohnheitstier ist und sich an so gut wie alles gewöhnen kann, ist so ein täglich wechselnder Schlafrhythmus exorbitant suboptimal.

Durch Zufall bin ich dann auf den im Titel erwähnten polyphasischen Schlaf gestoßen. Auf Wikipedia gibt es darüber einen sehr aufschlussreichen Artikel, der allerdings nicht wissenschaftlich belegt ist. Kurz gesagt: Es geht darum den wie im Baby-Alter üblichen Schlaf, der ja nicht einmal am Stück gehalten wird sondern über den ganzen Tag verteilt wird, wieder aufzunehmen und den erwachsenen Menschen langsam daran zu gewöhnen. Es dauert für gewöhnlich 20-40 Tage, bis sich der träge Körper an die Umstellung gewöhnt hat, wenn – und das ist der wunde Punkt – der Ablauf bis auf weniger als eine Stunde genau gleich bleibt. Im Klartext heißt das: Legt man sich zu einer der Schlafphasen zu spät oder zu früh hin und schläft zu lange oder zu kurz, so kommt der Körper aus dem Konzept und man fällt einige Schritte zurück. Es ist also wichtig vor allem in der Eingewöhnungsphase die Zeiten immer genau einzuhalten.

Beim polyphasischen Schlaf gibt es außerdem mehrere Schlafmuster:

  • Monophasic kennt jeder. Eine lange Schlafphase, den Rest wach.
  • Biphasic kennt man auch. Mittagsschlaf und eine Hauptschlafphase. Das wichtige: Hauptschlafphase sowie der Mittagsschlaf dürfen nicht von Tag zu Tag im Zeitpunkt oder der Länge variieren.
  • Everyman ist das Schlafmuster, welches die meisten Leute mit ihrem Job vereinbaren können. Ich kann es leider momentan nicht, da die Berufsschule mir einen Strich durch die Rechnung macht, denn die Schlafphasen müssen gleichmäßig auf den Tag verteilt werden. Dieses Schlafmuster kann auch variiert werden (Siehe Wikipedia).
  • Dymaxion ist das erste Schlafmuster, bei dem es keine Hauptschlafphase gibt, sondern der Schlaf gleichmäßig auf 30-minütige Nickerchen alle 6 Stunden aufgeteilt wird. Interessanterweise ließe sich das auch in der Berufsschule realisieren. Da man hier aber nur insgesamt 2 Stunden am Tag schläft ist, das erstens nicht gerade einfach und zweitens glaube ich nicht, dass das gesund sein kann. Ausprobieren würde ich es aber trotzdem gerne.
  • Uberman ist – wie der Name schon sagt – nicht wirklich umsetzbar. Zumindest nicht in einem typisch deutschen Leben. Hier muss alle 4 Stunden strikt 20 Minuten (insgesamt 6x am Tag) geschlafen werden. Wer hierbei eine Schlafphase um eine halbe Stunde verpasst, kann den Tag komplett vergessen. Insgesamt schläft man auch wieder nur 2 Stunden.

Im Spiegel gibt es einen Bericht über einen Studenten, der den Uberman getestet hat und anfangs sehr angetan davon ist, ihn nach einer Woche jedoch verflucht. Mich würde interessieren: Wie sieht es nach drei Wochen aus bzw. mit 4 statt 2 Stunden Schlaf. Wie sieht es mit dem Everyman aus? 20 Stunden am Tag würden mir locker langen. Und die alltäglichen Dinge, die mit Uberman nicht möglich sind, ließen sich dadurch auch realisieren.

Da mich das Thema brennend interessiert, werde ich versuchen ein Konzept auszuarbeiten, das ich sowohl mit der Schule, sowie mit der Arbeit und der Freizeit vereinen kann und dieses dann mindestens 3 Wochen testen. Wenn es eine spannende Erkenntnis gibt, die ich dir mitteilen möchte, wird es hier natürlich ein Update geben. Drück mir die Daumen!

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21. Juni 2013

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In: Karim Geiger's Head Revision, Test

Kommentare deaktiviert für Revision #30 – iPhone – der Härtetest

Als ich mich das letzte mal so über Android aufgeregt habe, habe ich beschlossen mir ein iPhone zu kaufen und es zu testen. Gesagt, getan. Seit Mittwoch – also seit drei Tagen – besitze ich nun ein weißes iPhone 5 in der 32 GB-Variante und hatte ausgiebig Zeit, mit dem iDevice einiges anzustellen. Da iOS für mich wegen des iPads nicht ganz #neuland ist, beziehen sich meine Punkte, die iOS betreffen nicht nur auf die letzten drei Tage, sondern auf das letzte halbe Jahr. Die letzten drei Tage habe ich stichpunktartig alle positiven und negativen Punkte festgehalten um sie jetzt geordnet und objektiv wiedergeben zu können.

Das wars zum Vorwort. Was gleich beim Einrichten des iPhones auffällt ist die übertrieben kleine nanoSIM, die ich mir anhand einer Schablone aus der microSIM zurecht schneiden musste. Ich weiß nicht so ganz, was die Aktion mit der nanoSIM Seitens Apple sollte. Der Slider, in den man die Karte einlegt ist exakt gleich groß wie der des Nexus 4 oder des HTC One, welche beide eine microSIM benötigen. Platz kann also nicht der Grund sein.

Schaltet man das gute Stück nun ein, fällt einem nach der Einrichtung direkt auf: Es funktioniert. Keine Ruckler, nichts. Es läuft einfach flüssig. Und das, obwohl nur ein Dual-Core Prozessor unter der Haube steckt. Diesen bemerkt man zwar bei 3D-Spielen wie z.B. Subway Surf, im alltäglichen Betrieb jedoch nicht. Auch hier sieht man wieder, wie schlecht die Entscheidung für Android Java zu verwenden war.

Der Sync Seitens iCloud ist super. Täglich wird ganz heimlich ein Backup vom Gerät wahlweise auf den laufenden PC via WLAN geschoben oder in die iCloud. Auch Kontakte, Kalender, Mails und co. werden natürlich problemlos gesynct. Allerdings nur von Apple. Wer sein Google-Konto verknüpft haben möchte kann das nicht etwa per Exchange o.ä. hinzufügen sondern muss für den Kalender und die Kontakte einzeln CalDAV bzw CardDAV einrichten, was nicht gerade einfach ist. Einmal konfiguriert klappt jedoch auch dieser Sync problemlos.

Bevor ich nun mit der Usability von iOS im Alltag weitermache und anfange mich über iTunes zu beschweren, möchte ich noch ein paar Worte über die Hardware verlieren. Das Telefon an sich ist wie jeder weiß sehr hochwertig und gut von Kinderhänden in Asien produziert und hat die perfekte Größe, weil – man glaubt es kaum – der Bildschirm keine 5+ Zoll groß ist!!1 Man kann dieses Ding wirklich mit einer Hand bedienen ohne Weltmeister im Daumenverdrehen sein zu müssen, wenn man an den oberen, linken Rand möchte. Auch schön ist, dass der Akku selbst am USB-Port sehr zügig lädt. Punktabzug gibt es jedoch bei der Positionierung des Audio-Ausgangs, denn der stört beim Handy halten. Ja ich weiß, er ist an der unteren Seite positioniert, weil man das Handy dann richtig herum (also falsch herum) in die Tasche stecken kann, wenn man gerade Musik hört. Trotzdem kann sich mein kleiner Finger nicht mit dieser Position anfreunden.

Kommen wir zum Zubehör. Damit meine ich die Apple EarPods. Die, bei denen der Bass und die Form so super sein sollen. Nun, was die Form angeht stimme ich ihnen zu. Die Hörer liegen gut im Ohr und stören nicht. Die Klangqualität ist allerdings sehr luftig und lässt sich nicht mit (Teufel) In-Ear-Kopfhörern vergleichen. Für beigelegte Billigkopfhörer sind sie allerdings wahrlich nicht die Schlechtesten.

zeitungskioskSo, genug zur Hardware. Sprechen wir über das, was das iPhone zum iPhone macht: iOS. Vorab gibt es ein paar Punkte, die mich wirklich unfassbar aufregen. Mit an erster Stelle ist dieser bes..scheidener Zeitungskiosk. Nicht nur, dass er die wohl unnötigste App am ganzen System ist, nein, er fungiert auch noch als Ordner und lässt sich somit nicht in einen Unterordner verschieben. Dieser in meinen Augen Mordsbug wurde glücklicherweise in iOS 7 behoben, trotzdem darf sowas doch nicht in die Produktion gehen! Das ist genau das selbe wie der Battery Saver aus dem HTC One review. Was mir auch nicht gefällt ist, dass man für Smileys in WhatsApp und co extra eine App herunterladen muss, die dann eine Tastatur nur für Emoticons ist, aber damit kann ich leben.

Gut finde ich jedoch das Berechtigungssystem unter iOS. Bei Android kommt einmal eine Bestätigung beim Installieren, dass die App 90% des Handys kontrollieren kann und dann sieht man nie wieder, was passiert. Bei iOS jedoch wird immer erst dann gefragt, wenn die App darauf zugreifen möchte. So sieht man erstens warum die App das braucht und zweitens kann man beliebig einstellen, was welche App für Berechtigungen bekommt. So kann man Facebook beispielsweise verbieten den aktuellen Standort zu verwenden aber Zugriff auf die Photos gewähren und Push-Benachrichtigungen zulassen.

Auch schön ist, dass Benachrichtigungen verschwinden, sobald die App geöffnet wurde und die Anzahl oben rechts neben der App angezeigt wird. So verschwinden die Benachrichtigungen über neue Tweets sobald man die Twitter-App öffnet ohne sie einzeln wie bei Android wegwischen zu müssen. Auch kann man pro App festlegen, wie viele Benachrichtigungen angezeigt werden sollen. Gruppiert werden sie auch.

Was gar nicht geht ist die Integration der Klingeltöne. Entweder man gibt sich mit den vorhandenen zufrieden oder man bekommt die Möglichkeit im AppStore welche für teures Geld käuflich zu erwerben. Unter Android war es zwar auch kein Kinderspiel eigene Klingeltöne hinzuzufügen, aber immer hin ging es ohne lästigen iTunes-Sync. Ich sehne mich nach den alten Zeiten, in denen man jede mp3-File mit einem Klick zum Ringtone machen konnte.

Und wenn wir gerade bei Einstellungen sind: Das Konzept, dass App-Settings nicht nur in der App sind, sondern auch zentral unter den Systemeinstellungen ist finde ich genial gelöst. So hat man alle Einstellungen auf einem Blick und kann ohne zwischen tausend Apps wechseln zu müssen genau das übernehmen, was man möchte.

itunesAbschließend möchte ich noch ein Wort zu iTunes verlieren. Katastrophal. Der Gedanke dahinter ist ja schön und gut, trotzdem gibt es so einiges, was einfach gar nicht geht. Zum Beispiel werden nur mp4-Videos unterstützt, welche alle konvertiert werden müssen. Dann wird für jedes Photo ein Thumbnail generiert, welches im SELBEN PFAD in einen Cache-Ordner abgelegt wird, was imho sehr, sehr nervig ist. Immer hin geht der Sync mittlerweile über WLAN und nicht mehr nur via Datenkabel. Trotzdem. iTunes muss nicht sein.

Zusammengefasst noch einmal alle positiven und negativen Punkte. Wie du siehst ist auch das iPhone nicht perfekt, doch meiner Ansicht nach noch das beste Smartphone-OS.

+ Alles läuft reibungslos
+ Einfache Backups
+ Perfekte Größe
+ Lädt sehr schnell
+ EarPods sind angemessen
+ Berechtigungssystem
+ Benachrichtigungen
+ Zentrale Einstellungen
- nanoSIM imho unnötig
- 3D-Grafik etwas langsam
- Google-Sync ist sehr kompliziert (Cal-, CardDAV)
- Audio-Ausgang ungünstig gewählt
- Zeitungskiosk COMES DIRECTLY FROM HELL
- Ringtones
- iTunes

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