Archive for the ‘Ubuntu’ Category

3. September 2013

by

In: Karim Geiger's Head Revision, Ubuntu

Kommentare deaktiviert für Podcast #01 – Das Internet und Ubuntu

Wie im Leserbrief von Johannes auf den Blogpost #17 – Das Internet und Ubuntu schon angekündigt, gibt es nun eine einstündige Diskussion über das Konzept von Ubuntu und dessen Entwicklung in der Zukunft. Wer die Diskussion zwischen Johannes und mir nicht verpassen möchte, kann sich hier die Audioaufnahme in voller Länge anhören:

Dieser erste Podcast ist ein sogenannter Pilot, mit dem wir unsere Hard- und Software testen wollten und sehen wollen, wie ein solcher (vielleicht zukünftig auch regelmäßiger) Podcast ankommt. Wenn dir also der Podcast gefallen hat, würde es uns beide sehr freuen, wenn du uns kurz bescheid gibst. Das gleiche gilt natürlich auch, wenn du ihn noch nicht so gut fandest. Wir sind für Kritik immer zu haben und lassen uns gerne belehren.

Direktlink zu HearthisDirektlink zur MP3 - Alle FolgenPodcast FeedHeadRevision auf iTunes

The post Podcast #01 – Das Internet und Ubuntu appeared first on HeadRevision.

11. August 2013

by

In: Karim Geiger's Head Revision, Ubuntu, Visionen

Kommentare deaktiviert für Leserbrief zu Revision #17 – Das Internet und Ubuntu

Johannes Wolf war so nett und hat mir einen – in meinen Augen beachtlichen – Leserbrief zukommen lassen, den ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Er bezieht sich auf Revision #17, in der ich meine Zukunftsansicht von Ubuntu und dessen neuem Konzept preisgebe.


Leserbrief zu Revision #17 – Das Internet und Ubuntu

- Eine wirtschaftliche Betrachtung

Ich halte den Traum vom hauptsächlichen Produkt „Ubuntu“ für eine Seifenblase, die platzen wird. Prognosen, dass sich alle Menschen auf ein System, etc. einigen kommt nur ganz selten vor und ich muss zugeben, dass mir momentan nicht mal eines einfällt. Ausser natürlich Vereinbarungen, die von den Firmen oder Organisationen (wie Normung, etc.) selbst getroffen wurden. Selbst bei Nischenmärkten wie „Hausgerätesteuerungen“ gibt es mehrere Anbieter, die sich gut m Markt positioniert haben.

Wir müssen bei dem Thema Devises mehrere Dinge beachten.

Zum Einen, die Seite der Nutzer, User. Da gibt es unterschiedliche Rollenprofile. Die man auch unterschiedlich einteilen kann. Z.B. ist eine Einteilung mit sogenannten „Sinusmilieus“ (siehe Google-Bildersuche, da sinusvision nur noch gegen Bezahlung Daten rausrückt). Da gibt es beispielsweise Leute, wie uns die relativ früh neue Technik ausprobieren und begeisterungsfähig sind und in der Regel auch Produkte vorantreiben (insbesondere auch IT‘ler), im Gegensatz zu den eher konservativ denkenden Leuten, die eine gewisse Skepsis gegenüber Technik an den Tag legen (z.B. haben laut dem Müller-text auf zdf.de nur 35 % in Deutschland überhaupt ein Smartphone). Auch spielen in den Unterschiedlichen Kundenprofilen andere Kriterien eine Rolle, wie Preis, Status, Wichtigkeit des Produkts fürs eigene Leben, etc.)

Dann die Betrachtung der Hersteller, die auf dem Markt auch nicht unbedingt versuchen zu schlafen. In jedem Unternehmen sind Leute für die Entwicklung und Marktbeobachtung zuständig. Wirklich untergehen werden Unternehmen in der Regel nur, zwecks Misswirtschaft, keine Investitionen mehr, bzw. wenn sie neue Technologieen verschlafen und nicht mitziehen. Auch ein Skandal kann ein Unternehmen nach hinten werfen. Hinter den Unternehmen stehen also hunderte von Leuten, die Bezahlt werden wollen und versuchen mitzuziehen. Hier spielt auch eine Rolle in wie fern das Unternehmen bzw. das Produkt beworben werden kann (finanzielle Mittel und emotionales Empfinden gegenüber den Produkten: Lifestyle etc.). Und die Funktionen, die mache Produkte besser machen, gar ausmachen werden von den Anderen kopiert bzw. implementiert – teils auch auf anderer Art und Weise.

Weiter fehlen uns noch die Entwickler im Speziellen und die Zwischenhändler. Die kann man aufteilen, in die Personen, die Geld verdienen müssen und die die Ideologisch an die Apps herangehen und sich freuen, wenns was abwirft.

Die Betrachtung, dass das Produkt sich am Markt durchsetzt, das am Besten für Alle ist ist leider sehr Ideologisch und trifft nicht immer zu. Beispielsweise gab es neben BluRay auch HD DVD. Soweit ich das weiss, war angeblich HD DVD die bessere Qualität, aber BluRay hatte eine größere Anzahl an Unternehmen, die das Unterstützten (angeblich hatte die Pornoindustrie den ausschlaggebenden Stoss gegeben, dass sich BluRay durchsetzte).

Bei Unternehmen wie Media Markt, die die Endgeräte vertreiben müssen, muss die Gewinnspanne höher sein. Denn das Produkt, an dem der Händler am meisten verdient (das Verhalten trifft nicht unbedingt auf den Verkäufer im Geschäft zu, der dir das Teil erklärt, eher auf das Management und Einkauf etc.), wird häufig auch besser platziert stehen, bzw. besser beworben werden (die Diskussion über Handelsmarken und Herstellermarken und die möglichen Modelle, können wir gern wann anders besprechen). Versucht man nur übers Internet zu vertreiben, wird man nicht den kompletten Markt erreichen, da auch heute noch viele (Kernzielgruppe 35+) lieber einen persönlichen Ansprechpartner bei technischen Geräten haben, als im Internet zu bestellen (ergo, hier wieder die Frage welches Produkt am Besten an den Mann gebracht wird/z.B. höchsten Gewinn abwirft).

Jetzt kann man noch Open Source und geschlossene Systeme gegenüber stellen. Bis vor schätzungsweise 10 Jahren dachten viele, dass geschlossene Systeme eigentlich keine Chance haben, weil Dritthersteller von Rechnern wie Asus, Dell etc. dann keine Marktberechtigung mehr haben und der Kunde aufgrund verschiedener Kriterien (wie Abgrenzung, Statussymbole etc.) auch die Differenzierung gegenüber Kollegen, Freunden etc. wollen. Heute haben beide Systeme ihre Berechtigung. Der Open Source Markt lässt Individualismus zu und geschlossene Systeme machen es aus Kundensicht (DEU) häufig leichter, ohne drüber nachzudenken, einen gewissen Qualitätsstandard einzukaufen (deswegen rennen viele in anderen Städten zu Läden, die sie kennen, wie MC Donalds, Starbucks etc., als zu einem kleinen Laden zu gehen, dessen Qualität sie nicht einschätzen können). Das ist meines Erachtens auch ein Grund, warum Open Source Unternehmen immer mehr versuchen mit der Produktmarke auch einen gewissen Standard zu etablieren (z.B. Normung bei der Appgestaltung).

Betrachtet man den Mobilfunkmarkt, stellt man beispielsweise auch fest dass es regionale Unterschiede gibt. In den einzelnen Gebieten ist O2 oder E-Plus oder T-Mobile Marktführer. E-Plus begann beispielsweise mit der Idee auch Untergruppen im Markt Raum zu geben (wie Discotel [günstigster Anbieter, laut meinem Kenntnisstand], Alditalk, etc.).

Fazit: Ich halte Ubuntu, neben iOS und Android für ein sehr attraktives System. Aber letztlich wird es aus meiner Sicht keine Reduzierung auf 1-2 Anbieter im Markt geben, an die sich die Endkunden ketten werden. Der Markt ist aktuell noch wachsend und so wird es weiterhin eine Differenzierung geben. Das Einzige was ich mir auf lange Zeit vorstellen kann und was ich glaube, dass sich bei einem nicht mehr wachsenden Markt etablieren wird, ist die Normung auf gewisse Übertragungsprotokolle im Open Source-Markt. Das heißt, dass jedes Gerät und jedes Betriebsystem irgendwann miteinander kommunizieren kann und sich gegenseitig synchronisiert. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg – ich kann mir das frühestens in 5 Jahren vorstellen, wenn Tablets, TV-Geräte und -Boxen, Smartphones und Rechner bei jedem Zuhause stehen, bzw. viele schon zu Zweitgeräten greifen.

gez. JoeesWolf


Ich möchte gerne detailliert auf das Feedback eingehen und meinen Senf dazu einreichen, jedoch brauche ich dazu etwas Zeit, welche ich momentan nicht habe. Wie ich darauf reagieren werde (ob ich mit ihm – sofern er damit einverstanden ist – eine Skype-Diskussion aufzeichne oder ob ich in Textform antworten werde) weiß ich noch nicht. Ich möchte mich aber herzlichst bei ihm bedanken und natürlich auch alle anderen Leser dazu aufrufen ihre Meinung zu einem beliebigen Thema auf diesem Blog kund zu tun. Leserbriefe sind immer willkommen!

Update: Es ist soweit, der Podcast ist live. Hier kannst du ihn anhören!

The post Leserbrief zu Revision #17 – Das Internet und Ubuntu appeared first on HeadRevision.

flattr this!