18. Oktober 2013

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In: Karim Geiger's Head Revision

Kommentare deaktiviert für Podcast #03 – Google+

Der heutige Podcast behandelt das neue Social Network Google+, das sich immer mehr den Weg in die Köpfe der User bahnt. Wo Google+ aktuell steht und wie es in der Zukunft aussehen wird, erfahrt ihr im Headrevision Podcast.

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18. Oktober 2013

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In: Karim Geiger's Head Revision

Kommentare deaktiviert für Revision #38 – du vs. ls vs. df

Wer die Unix-Befehle du, ls und df gerade zum ersten mal hört, kann hier aufhören zu lesen. Alle anderen: Willkommen zu unseren heutigen Diskussionsrunde. Ich möchte heute ein in meinen Augen sehr interessantes Thema ansprechen. Dazu haben wir folgende Testumgebung. Zum selber machen:

dd if=/dev/zero of=mountme.img bs=1024 count=0 seek=$[1024*1024]
mkfs.ext3 mountme.img
mkdir mount && sudo mount mountme.img mount/
dd if=/dev/zero of=mount/image.img bs=1024 count=0 seek=$[1024*100]

Was passiert in den vier Zeilen? Erst erstellen wir ein Image von einem Gigabyte Namens mountme.img und formatieren es mit ext3. Danach erstellen wir den Ordner “mount” und binden es dort ein. Wir haben nun eine zweite Partition, auf die wir zugreifen können (mehr dazu später). Dort wird mit der letzten Zeile ein weiteres Image Namens image.img mit einer Größe von 100MB erstellt.

Das interessante daran ist nun der seek-Teil im dd-Befehl. Er sorgt dafür, dass die 10MB nicht mit Nullen vollgeschrieben werden, sondern dass der Platz nur allokiert wird. Das bedeutet, dass das Dateisystem einen Start- und einen Endpunkt angibt und sagt: “So, und der Teil zwischen Start und Ende ist für das Image reserviert, aber noch nicht beschrieben.” Das Image hat auf der Platte somit keine 100MB belegt, sondern nur reserviert.

Untersuchen wir das Phänomen doch einmal. Wie wärs mit einem ls?

$ ls -lh mount
total 0
-rw-rw-r– 1 geiger geiger 100M Okt 18 15:31 image.img

Interessant. Neben der Datei wird wie erwartet 100M ausgegeben, da das Image ja 100M reserviert hat, die nun für nichts anderes mehr benutzt werden können. Guckt man sich aber den total-Count an, der in der ersten Zeile der Ausgabe steht, sieht man die tatsächliche Bytegröße: 0. Etwas verwirrend, oder? Sollte da nicht 100M stehen?

Warum dem nicht so ist, wird deutlich, wenn wir mal den Befehl du (disk usage) auf den Ordner mount abfeuern. Wir sehen:

$ du -ah mount
0 mount/image.img
4,0K mount

Die Image-Datei hat also tatsächlich nicht einen Byte auf der Platte beschrieben. Diese Ausgabe ist auf den ersten Blick auch wieder etwas seltsam, jedoch nachvollziehbar, da das Programm ja disk usage heißt. Wenn es also nur den tatsächlichen Verbrauch ausgibt, sei ihm verziehen. Hängen wir ein –apparent-size an, wird die reservierte Größe wie erwartet angezeigt:

$ du -ah –apparent-size mount
100M mount/image.img
101M mount

Und jetzt kommts: df, was für “disk free” steht und den freien bzw. belegten Speicherplatz eines Dateisystems ausgibt, wirft folgende Ausgabe:

$ df -h mount
Filesystem Size Used Avail Use% Mounted on
/dev/loop0 1008M 34M 924M 4% /home/geiger/foo/mount

Wir sehen 34M, die belegt sind. Diese kommen durch die Dateisysteminformationen von ext3. Warum werden aber die 100M nicht mitberechnet? In meinen Augen ist das ein Fehlverhalten von df, da damit ja der tatsächlich freie Speicherplatz angezeigt werden soll und nicht der Platz, der auf dem Datenträger wirklich belegt ist. So läuft man relativ schnell ins Messer, wenn man viele Images auf der Platte hat und diese allmählich vollläuft.
Update: Die 100M werden nicht angezeigt, weil sie noch zur Verfügung stehen. Mein Problem ist somit also geklärt. Es ist auf den ersten Blick etwas verwirrend, aber doch korrekt. Die einzige Sache, die meiner Meinung nach nicht ganz optimal gelöst ist, ist die total-Anzeige bei ls. Aber auch diese hat ihre Daseinsberechtigung, allein schon aus performancetechnischer Sicht.

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13. Oktober 2013

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In: Karim Geiger's Head Revision

Kommentare deaktiviert für Revision #37 – Schockbilder auf Zigarettenschachteln

Deutschland hat beschlossen: Ab jetzt gibt es auf den Zigarettenschachteln sogenannte Schockbilder. Diese zeigen Auswirkungen der Zigaretten, die in der Packung enthalten sind und sollen dazu dienen die Käufer abzuschrecken. Wie die Schachteln in Zukunft aussehen könnten, zeigt das Bild rechts. Du ahnst es sicher schon: Ich bin nicht erfreut darüber. Ich selber bin kein Raucher, trotzdem bin ich gegen solche Bilder.

Solche Bilder sind auf den ersten Blick erst einmal sehr grausam und ich wünsche niemandem ein solches Erlebnis. Trotzdem sind sie eher kontraproduktiv als dass sie dem Konsum entgegenwirken. Man sieht mal wieder, dass die Politik nur gehandelt hat, damit das Volk erst einmal Ruhe gibt, denn mir kann keiner erzählen dass niemandem die Punkte, die ich gleich ansprechen werde, aufgefallen sind.

Warum sind diese erschreckenden Bilder also kontraproduktiv? Nun, ganz einfach. Da jeder erwachsene an diesen Bildern in Zukunft mindestens einmal pro Woche vorbeiläuft – sei es an einem Plakat oder im Supermarkt – prägen sich die Bilder im Unterbewusst sein ein. Erst findet man sie abschreckend, bald nimmt man sie wahr und denkt sich vielleicht noch ein “mh. unschön.” und irgendwann ist es wie mit den “Rauchen kann tödlich sein”-Texten. Niemand weiß mehr, dass sie existieren. Sie werden komplett ausgeblendet. Die Menschen werden abgehärtet, die Kinder haben in der Schule, wenn sie zum ersten mal die Auswirkungen des Rauchens gezeigt bekommen, nicht mehr diesen Oh-Gott-Ist-Das-Schrecklich-Moment, sondern denken sich einfach “jo, hab ich im Supermarkt schon gesehen”.

Und mit dieser perfekten Überleitung (bin selbst überrascht) geht es weiter zum nächsten Punkt, der mich fast zur Weißglut bringt. Diese Bilder sind auf den Zigarettenschachteln. In jedem Supermarkt. An jeder Tankstelle. An jedem Automaten. Jedes Kind egal welchen Alters kann diese Bilder sehen. Der Staat achtet penibelst darauf, dass grausame Bilder nicht an Jugendliche geraten. Im Internet sollen solche Seiten zensiert werden oder erst ab 22 Uhr zugänglich sein, Computerspiele werden nur nach Vorlage des Personalausweises herausgegeben oder gleich zensiert und Filme mit einem solchen Inhalt werden aus dem Free-TV verbannt oder erst nachts gezeigt. Und dann sieht man an jeder Straßenecke Zigarettenschachteln mit Bildern von wuchernden Tumore an Menschen, entfernte und verschmutzte Lungen, abgestorbene Organe, verfaulte Münder, und, und, und.. Das kann doch nicht deren ernst sein.

Wenn ich mich an meine Kindheit zurückerinnere habe ich nicht dann schlecht geträumt, wenn ich meinem Kumpel zugeschaut habe, wie er ein paar Menschen in GTA erschossen hat oder wie jemand in einem Film ein Alien erdolcht hat, sondern wenn ich die oben erwähnten Bilder zu Gesicht bekommen habe. Bilder, die real sind. Bilder von Menschen wie du und ich, die grausam sterben müssen oder übel zugerichtet wurden. Was ist also besser? Schockbilder auf Zigaretten, die nach drei Monaten ihre Wirkung vollständig verloren haben oder ein komplettes Verbot der Glimmstängel?

Thailand Tobacco

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6. Oktober 2013

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In: Karim Geiger's Head Revision

Kommentare deaktiviert für Revision #36 – Du repräsentierst damit XYZ!

Nein, tu ich nicht.

Aus aktuellem Anlass* – und weil ich diesen Satz mittlerweile schon 3-4 mal gehört habe – möchte ich meine Meinung dazu äußern. Doch worum geht es konkret? Wirkt man in diversen Projekten mit, so nimmt man wohl oder übel Stellung zu einem gewissen Thema. Um keine Namen zu nennen (ich möchte ja niemanden repräsentieren), nehmen wir einfach folgendes Beispiel: Ich arbeite in der Redaktion XboxNewsOnline**. Diese verbreiten ausschließlich News über Microsofts Xbox. Wenn ich nun aber mit meiner Playstation 3 in der Hand herumrenne und schreie “Hey! Die PS3 ist besser!”, kommt mindestens ein Mitarbeiter von XboxNewsOnline an und meint “Ey Karim. Kannste doch nicht machen. Du repräsentierst damit XboxNewsOnline!”

An dieser Aussage ist laut aktuellem Beispiel erstmal nichts falsch. Wenn ich mit der PS3 in der Hand im Firmensitz von XboxNewsOnline herumrenne oder mir ein T-Shirt von ihnen anziehe, dann ja. Dann repräsentiere ich damit XboxNewsOnline und sollte deswegen nicht mit einer Playstation 3 rumlaufen. Wenn ich nun aber in der Einkaufsstraße in München ohne Firmenlogo o.ä. mit der Konsole wild um mich her fuchtle und von mir aus auch meinen Namen dabei rausposaune, dann bin ich verdammt noch mal nicht Repräsentant von XboxNewsOnline, sondern einfach Karim Geiger, der die Playstation besser findet als die Xbox***.

Ich achte immer sehr genau darauf, welche Informationen wo an die Öffentlichkeit/das Internet gelangen. Insofern achte ich auch darauf, dass Aussagen, die irgendwie das Geschehen des Projekts, in dem ich mitwirke, beeinträchtigen könnten, nicht in direktem Zusammenhang dazu stehen. Wer jedoch denkt, dass ich einer dieser Groupies bin, die ihre Meinung komplett auf eine Richtung schlagen, nur weil sie von Samsung LG ein Smartphone geschenkt bekommen haben oder weil sie jetzt in einer Firma arbeiten, die Projekt XY anbietet, der sollte noch einmal überdenken, wofür er selbst wirklich steht und nicht, wofür andere stehen. Ich lasse mir nicht vorschreiben, welche Meinung ich zu vertreten habe und versuche immer – egal in welcher Position ich mich befinde – objektiv zu bleiben. Dass mir das nicht immer gelingt steht außer Frage, ich bin schließlich auch nur ein Mensch, trotzdem versuche ich mein Bestes zu geben um nicht Partei zu ergreifen.

Wenn du zu dem Thema eine andere Meinung hast oder meiner Meinung zustimmst (also so oder so), würde ich mich über eine Reaktion freuen.


* Nein, es geht nicht um die Firma, in der ich arbeite.

** Name frei erfunden.

*** Stimmt nicht. Ich mag die Xbox lieber.

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26. September 2013

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In: Allgemein, Non-Tech and German

Kommentare deaktiviert für Die Wahlfälscher-Angst: Warum die Sorgen der AfD unbegründet sind

Am 22. September 2013 wählten die Deutschen den neuen Bundestag mit sensationellem Ergebnis: Erstmals in ihrer Geschichte ist die FDP nicht im deutschen Parlament vertreten und scheiterte knapp mit 4,8% der Stimmen.

Ihr schärfster Konkurrent, die im Frühjahr gegründete Anti-Euro-Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) kam knapp hinter ihr auf 4,7%. Beide sind damit nicht im Parlament vertreten. AfD-Anhänger witterten unmittelbar Wahlbetrug. Aus Sicht der Mitglieder ist das nachvollziehbar: Hatte doch Parteichef Lucke erklärt, die Umfragen seien manipuliert und man stehe bei 8-9% – Eine Aussage, für die er eine Verfügung vom Gericht bekam, sie nicht zu wiederholen. Hatte doch der von der AfD häufig zitierte Internet-Dienst Wahl-Radar 2013 in seiner Meta-Prognose vom 19. September die AfD noch auf 7,3% taxiert. Kritikern fiel schnell auf, dass der Unternehmer hinter diesem Prognosedienst selber AfD-Aktivist war.

Es ist nicht verwunderlich, dass auf der Facebook-Seite von AfD schnell einige User von angeblichen Ungereimtheiten im Wahllokal raunten. So knapp gescheitert, da kommen schnell komische Ideen zustande.

In dieser Situation ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren und das Vertrauen in unsere Demokratie nicht zu beschädigen. Selbst der AfD-Führung ist es mittlerweile peinlich, mit welcher Verve enttäuschte Anhänger unseren Institutionen flächendeckenden Betrug vorwerfen. Daher fordert er die Fans bei Facebook auf:

Der Bundesvorstand hat mögliche Probleme bei der Auszählung der Stimmen zur Kenntnis genommen und wird den Vorwürfen natürlich nachgehen.

und die nötigen Schritte einleiten.

Bis zu diesem Zeitpunkt möchten wir Sie bitten, von Aussagen Abstand zu nehmen, die in der Presse falsch aufgefasst werden könnten

Um deutlicher zu machen, warum viele im Internet und in Leserbriefen kursierende Betrugsszenarien übertriebene Ängste sind, habe ich einige typische Behauptungen herausgesucht und kommentiert.

„Im Wahllokal wurden Stimmzettel radiert“
In den meisten Wahllokalen liegen Kugelschreiber aus. Nur in wenigen Wahllokalen werden Bleistifte verwendet. Jeder Stift ist legal, mit dem deutlich erkennbare Markierungen gemacht werden können. Der Wähler trägt seinen Stimmzettel zur Wahlurne und wirft den Zettel selbst ein. Die Urne ist mit einem Schloß gesichert und mit einem Siegel versehen, das erst nach 18 Uhr im Beisein aller Wahlhelfer und Wahlbeobachter geöffnet und dabei zerstört wird. Zu keinem Zeitpunkt könnte irgendwer außer dem Wähler selbst Radierungen vornehmen.

„Die Wahlhelfer lassen Stimmzettel verschwinden“
Jeder Wähler wird im Wählerverzeichnis markiert, wenn er seinen Stimmzettel einwirft. Die Urne ist mit einem Schloß gesichert und mit einem Siegel versehen, das erst nach 18 Uhr im Beisein aller Wahlhelfer und Wahlbeobachter geöffnet und dabei zerstört wird. Verschwundene Stimmzettel würden auffallen, weil die Zahl der Markierungen im Protokoll nicht zur Zahl der Wahlzettel passen würde.
Vor Beginn der Auszählung werden alle leeren Stimmzettel vom Tisch entfernt und in einem Karton gelagert, sodass nicht versehentlich oder absichtlich weitere Stimmzettel hinzugefügt werden können.

„Die haben meinen Ausweis nicht kontrolliert“
Der Wahlvorstand hat das Recht, aber nicht die Pflicht, den Ausweis des Wählers zur Identifizierung zu verlangen. Normalerweise übergibt der Wähler die Wahlbenachrichtigung (meist eine Postkarte) mit einer Nummer an den Wahlhelfer. Der Wahlhelfer schaut, dass derjenige im Wählerverzeichnis vorhanden ist, dass das Geschlecht stimmt und auch das Alter ungefähr zum Aussehen passt. Bei Zweifeln oder stichprobenartig verlangt er ein Ausweisdokument. Der Wahlvorstand behält die Wahlbenachrichtigung nach der Wahl ein.

„Die Wähler gehen zweimal wählen – einmal mit Ausweis, einmal mit Wahlkarte“
Wähler, die bereits gewählt haben, werden im Wählerverzeichnis markiert. Eine doppelte Stimmabgabe, einmal mit Karte und einmal mit Ausweis, ist ausgeschlossen.

„Einige Wähler machen Briefwahl und gehen dann nochmal wählen“
Briefwähler sind im Wählerverzeichnis vermerkt und können nicht regulär wählen.

„Einige Wähler klauen Wahlkarten und gehen mit diesen mehrmals wählen“.
Um es gleich vorweg zu sagen: Es handelt sich um eine Straftat, die bis zu fünf Jahren Haft bedeuten kann, wenn sie auffliegt. Praktisch wird das so aber nur sehr selten jemand wagen. Versuchen Sie es lieber nicht!

  •  Der Wahlvorstand besteht aus 7-9 Leuten, manchmal in zwei Schichten. Es sind immer mindestens drei Wahlhelfer anwesend, darunter der Wahlvorsteher oder sein Stellvertreter. Der Wahlvorstand könnte den Betrüger oder den Betrogenen persönlich oder namentlich kennen.
  • Das Geschlecht muss passen
  • Das Alter muss passen
  • Es fällt auf, wenn dieselbe Person mehrfach im Wahllokal auftaucht
  • Es fällt auf, wenn der echte Wähler zuvor schon mit Ausweis wählen gegangen ist. Hören Sie schon die Handschellen klicken?
  • Es fällt auf, wenn der echte Wähler nach Erhalt der Wahlbenachrichtigung verstorben oder verzogen ist – die Listen werden vor der Wahl und noch am Wahltag berichtigt.
  • Es fällt auf, wenn der echte Wähler Briefwahl beantragt hat. Das kann er unabhängig vom Versand der Wahlbenachrichtigung tun.
  • Es fällt auf, wenn der echte Wähler später zu wählen versucht. Dann kriegt man den Betrüger vielleicht nicht, aber man bemerkt den Betrug.

Es ist nicht bekannt, dass solche Fälle gehäuft aufgetreten sind. Die Meldung stellt sich bei näherer Betrachtung meist als Hörensagen heraus.

„Die Wahlhelfer erklären unerwünschte Stimmen für ungültig“
Damit ein Stimmzettel als ungültig gilt, muss er laut Gesetz entweder leer, gefälscht oder falsch ausgefüllt sein. Zu viele Kreuze oder irgendwelche Stichwörter und Markierungen auf dem Stimmzettel machen einen Wahlschein ungültig. Die Wahlhelfer werden vor der Wahl geschult, welche Fälle gültig und welche ungültig sind. Mindestens für den Vorsitzenden des Wahllokals und den Schriftführer ist diese Schulung verpflichtend.
Die Auszählung findet öffentlich statt, Sie können also zusehen. Eindeutig ungültige Stimmzettel (alles/nichts angekreuzt usw) werden in einem gesonderten Stapel gezählt und an den Kreiswahlleiter gegeben. Über Zweifelsfälle stimmt der Wahlvorstand gemeinsam ab, das Abstimmungsergebnis und das Urteil werden auf dem Stimmzettel notiert. Diese Streitfälle werden ebenfalls in einem besonderen Umschlag an den Kreiswahlleiter gegeben und können bei begründetem Verdacht nachgeprüft werden.

„Die Wahlhelfer haben sich verzählt“
Die Auszählung findet nach einem festgelegten Verfahren statt, die einzelnen Zählschritte werden protokolliert:

Zunächst werden die Stimmzettel durchgezählt und Abweichungen von der Zahl der Vermerke im Wählerverzeichnis überprüft.
Dann sortieren die Wahlhelfer die Stimmzettel:

  • Stimmzetteln mit Erst- und Zweitstimme auf derselben Höhe (zB Linke-Kandidat und Linke-Liste)
  •  Stimmzettel mit nur Erststimme, nur zweitstimme, Erststimme und Zweitstimme auf derselben Höhe (zB CDU-Direktkandidat, AfD-Listenstimme)
  •  Zweifelsfälle
  •  Eindeutig ungültige und nicht ausgefüllte Zettel

 

Die verschiedenen Stapel werden im weiteren Verfahren durchgezählt, auf die Details gehe ich hier nicht ein. Da alle Schritte protokolliert sind und die Stimmzettel in sortierten Stapeln abgegeben werden, können Nachzählungen und logische Konsistenzprüfungen leicht erfolgen.

Abschließend muss man sagen: Vorsätzlicher Wahlbetrug ist strafbar, aufdeckungsgefährdet und mit vertretbarem Aufwand nur in so kleinem, wirkungslosen Maß möglich, dass niemand, der bei Verstand ist, sich darauf einlässt. Fehler hingegen sind schon öfter passiert und werden weiter passieren. Das komplizierte Verfahren stellt auf vielfache Weise sicher, dass die ehrenamtlichen Wahlhelfer Irrtümer, Flüchtigkeitsfehler und dergleichen selbst entdecken können und dass unabhängige Prüfungen hinterher leicht möglich sind. Der annehmbare Restfehler, ob nun durch Irrtum oder Betrug, ist dabei so gering, dass er nicht die Sitzverteilung im Bundestag beeinflusst. Knappe Fälle und statistisch arg abweichende Wahllokale werden routinemäßig kontrolliert.

18. September 2013

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In: Karim Geiger's Head Revision

Kommentare deaktiviert für Podcast #02 – Über das iPhone 5s und das iPhone 5c

Johannes und ich haben nur positives Feedback zu unserem ersten Podcast bekommen und daraufhin natürlich sofort einen zweiten aufgenommen. Da das Thema gerade aktuell ist und kein Weg daran vorbei führt, haben wir uns in dem einstündigen Telefonat über Apple’s neue iPhones unterhalten, über die Strategie des Unternehmens und die Zukunftsaussichten.

Wir freuen uns, wenn dir diese Folge gefallen hat und sind natürlich immer für Anregungen und Kritik offen. Außerdem kannst du damit rechnen, dass demnächst regelmäßig ein Podcast stattfinden wird. Wann, wo und wie wird sich noch herauskristallisieren.

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16. September 2013

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In: Karim Geiger's Head Revision, Test

Kommentare deaktiviert für Revision #35 – Polyphasischer Schlaf

polyphasischer_schlafPo.. Poly.. Was? Ja! Ist voll cool! Damit kann man seinen Schlaf reduzieren. Lass mich von Anfang an beginnen. Ich bin einer, der unglaublich gerne unglaublich lange schläft und das für unglaubliche Zeitverschwendung hält. Ich nehme mir des öfteren vor, bevor ich zu Bette gehe, dass ich am nächsten Tag (meist ist das ein Samstag oder Sonntag) vor 10 Uhr aufstehen werde. Ich stelle also den Wecker auf 9 3/4 Uhr und schlafe ein. Am nächsten Morgen klingelt dann der Wecker und es spielt sich jedes mal das gleiche Szenario ab: *auf die Uhr schau* “Ach.. Scheiß drauf.” *weiterschlaf*

Aus dieser äußerst konsequenten und durchdachten Strategie resultiert, dass ich am Wochenende einen völlig anderen Schlafrhythmus verfolge als unter der Woche, wo ich ja gezwungen werde um halb 8 bzw. halb 7 wenn Berufsschule ist aufzustehen. Da unser Körper ein absolutes Gewohnheitstier ist und sich an so gut wie alles gewöhnen kann, ist so ein täglich wechselnder Schlafrhythmus exorbitant suboptimal.

Durch Zufall bin ich dann auf den im Titel erwähnten polyphasischen Schlaf gestoßen. Auf Wikipedia gibt es darüber einen sehr aufschlussreichen Artikel, der allerdings nicht wissenschaftlich belegt ist. Kurz gesagt: Es geht darum den wie im Baby-Alter üblichen Schlaf, der ja nicht einmal am Stück gehalten wird sondern über den ganzen Tag verteilt wird, wieder aufzunehmen und den erwachsenen Menschen langsam daran zu gewöhnen. Es dauert für gewöhnlich 20-40 Tage, bis sich der träge Körper an die Umstellung gewöhnt hat, wenn – und das ist der wunde Punkt – der Ablauf bis auf weniger als eine Stunde genau gleich bleibt. Im Klartext heißt das: Legt man sich zu einer der Schlafphasen zu spät oder zu früh hin und schläft zu lange oder zu kurz, so kommt der Körper aus dem Konzept und man fällt einige Schritte zurück. Es ist also wichtig vor allem in der Eingewöhnungsphase die Zeiten immer genau einzuhalten.

Beim polyphasischen Schlaf gibt es außerdem mehrere Schlafmuster:

  • Monophasic kennt jeder. Eine lange Schlafphase, den Rest wach.
  • Biphasic kennt man auch. Mittagsschlaf und eine Hauptschlafphase. Das wichtige: Hauptschlafphase sowie der Mittagsschlaf dürfen nicht von Tag zu Tag im Zeitpunkt oder der Länge variieren.
  • Everyman ist das Schlafmuster, welches die meisten Leute mit ihrem Job vereinbaren können. Ich kann es leider momentan nicht, da die Berufsschule mir einen Strich durch die Rechnung macht, denn die Schlafphasen müssen gleichmäßig auf den Tag verteilt werden. Dieses Schlafmuster kann auch variiert werden (Siehe Wikipedia).
  • Dymaxion ist das erste Schlafmuster, bei dem es keine Hauptschlafphase gibt, sondern der Schlaf gleichmäßig auf 30-minütige Nickerchen alle 6 Stunden aufgeteilt wird. Interessanterweise ließe sich das auch in der Berufsschule realisieren. Da man hier aber nur insgesamt 2 Stunden am Tag schläft ist, das erstens nicht gerade einfach und zweitens glaube ich nicht, dass das gesund sein kann. Ausprobieren würde ich es aber trotzdem gerne.
  • Uberman ist – wie der Name schon sagt – nicht wirklich umsetzbar. Zumindest nicht in einem typisch deutschen Leben. Hier muss alle 4 Stunden strikt 20 Minuten (insgesamt 6x am Tag) geschlafen werden. Wer hierbei eine Schlafphase um eine halbe Stunde verpasst, kann den Tag komplett vergessen. Insgesamt schläft man auch wieder nur 2 Stunden.

Im Spiegel gibt es einen Bericht über einen Studenten, der den Uberman getestet hat und anfangs sehr angetan davon ist, ihn nach einer Woche jedoch verflucht. Mich würde interessieren: Wie sieht es nach drei Wochen aus bzw. mit 4 statt 2 Stunden Schlaf. Wie sieht es mit dem Everyman aus? 20 Stunden am Tag würden mir locker langen. Und die alltäglichen Dinge, die mit Uberman nicht möglich sind, ließen sich dadurch auch realisieren.

Da mich das Thema brennend interessiert, werde ich versuchen ein Konzept auszuarbeiten, das ich sowohl mit der Schule, sowie mit der Arbeit und der Freizeit vereinen kann und dieses dann mindestens 3 Wochen testen. Wenn es eine spannende Erkenntnis gibt, die ich dir mitteilen möchte, wird es hier natürlich ein Update geben. Drück mir die Daumen!

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3. September 2013

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In: Karim Geiger's Head Revision, Ubuntu

Kommentare deaktiviert für Podcast #01 – Das Internet und Ubuntu

Wie im Leserbrief von Johannes auf den Blogpost #17 – Das Internet und Ubuntu schon angekündigt, gibt es nun eine einstündige Diskussion über das Konzept von Ubuntu und dessen Entwicklung in der Zukunft. Wer die Diskussion zwischen Johannes und mir nicht verpassen möchte, kann sich hier die Audioaufnahme in voller Länge anhören:

Dieser erste Podcast ist ein sogenannter Pilot, mit dem wir unsere Hard- und Software testen wollten und sehen wollen, wie ein solcher (vielleicht zukünftig auch regelmäßiger) Podcast ankommt. Wenn dir also der Podcast gefallen hat, würde es uns beide sehr freuen, wenn du uns kurz bescheid gibst. Das gleiche gilt natürlich auch, wenn du ihn noch nicht so gut fandest. Wir sind für Kritik immer zu haben und lassen uns gerne belehren.

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2. September 2013

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In: Karim Geiger's Head Revision

Kommentare deaktiviert für Revision #34 – microLAN

lan_kabel_grossDies ist nur ein kurzer Blogpost, in dem ich dich um deine Meinung zu einer Idee bitte. Warum gibt es noch kein microLAN und warum hat sich noch niemand Gedanken darüber gemacht?

Die Laptops werden immer dünner, die Tablets sowieso. Kein Platz für LAN/Ethernet-Ports mehr. Die Dinger sind ja höher als der VGA-Anschluss! Das muss doch nicht sein. Was spricht also gegen einen LAN-Port, der die Größe von USB/microUSB hat und sonst genau wie der normale Stecker funktioniert. Ich stelle mir also ein Kabel vor, das auf der einen Seite einen normalen LAN-Anschluss hat und auf der anderen microLAN. So kann man seinen Switch ganz einfach mit seinem Tablet/Ultra Slim Laptop verbinden, das natürlich einen microLAN-Port hat. Ganz ohne nervige Adapter o.ä.

Aus technischer Sicht sollte es doch möglich sein den Anschluss auf die entsprechende Größe zu bekommen. Ja, die Stecker werden abgeschirmt, aber die Kabel an sich sind auch nicht so groß wie die Stecker. Es kann also nicht sein, dass die Steckergröße technisch am Minimum ist.

Und nun deine Meinung: Ist das sinnvoll, was spricht dagegen und warum gibt es das noch nicht?

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26. August 2013

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In: Karim Geiger's Head Revision

Kommentare deaktiviert für Revision #33 – Ist denn dass so schwer?

Ich oute mich hiermit offiziell als sogenannten “Grammar Nazi“. Wenn jemand ein Wort falsch schreibt oder mal einen Kommafehler macht, sei ihm das verziehen, allerdings gibt es so ein paar Sachen, bei denen ich ordentlich Plaque bekomme, obwohl sie nichts mit der Oral-B-Werbung zu tun haben: Das und dass, als und wie, Punktation am Ende von Sätzen und – ja, hat nicht unbedingt etwas mit Grammatik zu tun, aber trotzdem ein wunder Punkt bei mir – der Zwinkersmiley.

Wer mich, also so sehr auf die Palme bringen will als kein Zweiter, muß dass alles einfach nur in einen Satz packen !! ;)

Und los gehts. Ich versuche euch in der heutigen Lektion anhand von Eselsbrücken beizubringen, wie man es schafft, dem Zorn des Karim (hallo, das bin ich) auszuweichen. Zu der Kommasetzung fällt mir leider keine einfache Eselsbrücke ein, die man sich einverleiben könnte, weswegen ich derartige Fehler in gewissem Maße auch toleriere.

Fangen wir an mit das und dass. Im Grunde ist es ganz einfach. Kann man anstelle des “das” in einem Satz ein “dies”, “dieses” oder “welches” einfügen, so schreibt man es mit einem s. Beispiel:

Das Wasser ist warm. – Dieses Wasser ist warm.
Dass ich so etwas noch erleben darf. – Welches ich so etwas noch erleben darf.

Das erste Beispiel passt, das zweite nicht. Ganz einfach, oder? Drei Wörter merken, nämlich dies, dieses und welches und alle sind glücklich. Und noch etwas: Auch, wenn ein “das” nach einem Komma steht, heißt das nicht, dass es zwingend mit zwei s geschrieben wird, wie du am Anfang der Zeile sehen kannst. Ach ja: Das mit dem scharfen s kannst du vergessen. Es gibt kein “daß”.

Also weiter mit als und wie. Das ist vor allem ein Problem bei den Vergleichen. “Ich bin größer wie du” und co. Auch hier ein ganz einfaches Prinzip, das sich doch bittesehr jeder merken kann: wie, wenn etwas gleich ist; als, wenn etwas ungleich ist. Und wieder ein Beispiel, weil es so schön war:

“Ich bin schlauer als du.”
“Du bist genau so schlau wie ich.”

Verstanden? Gut. Ein nächster wichtiger Punkt: Satzzeichen am Ende eines Satzes. Jüngere Leute machen den Punkt gerne nach einem Leerzeichen . Ältere Leute verstärken ihre Sätze gerne mit mehreren Ausrufezeichen, weil eins nicht genug ist!!! Hier gilt: Satzzeichen sind keine Rudeltiere, aber alleine sein wollen sie auch nicht. Also bitte: Eins langt, und das direkt ans letzte Wort. Danke.

Der letzte Punkt auf meiner Liste ist eine ganz persönliche Sache: Ich mag ihn nicht, den Zwinkersmiley ;-) Vor allem nicht mit Nase und an jedem Satzende. Der Smiley symbolisiert für mich ein Hochnäsiges “sag ich doch” bzw. ein “du bist so doof, dir muss mans nochmal erklären”. Es gibt Momente, in denen sie angebracht sind, keine Frage, doch meistens sind sie einfach fehl am Platz ;)

Das war’s von meiner Warte aus. Ich hoffe, diese Regeln sind einfach zu merken und nicht mit seltsamen grammatikalischen Begriffen untermalt, die sowieso keiner versteht. In dem Sinne: Auf ein besseres Deutsch. Es muss ja ein paar Leute geben, die der Swag-Hipster-Generation wieder richtiges Deutsch beibringen, wenn deren YOLO-Tattoo verschrumpelt ist und der Tunnel im Ohr herunterhängt.

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14. August 2013

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In: Karim Geiger's Head Revision

Kommentare deaktiviert für Revision #32 – Mac kommt auf den Origin und warum Spielekonsolen besser sind

UnbenanntComputerspiele sind ja so eine Sache. Die meisten laufen nur unter Windows, Mac und Linux bekommen fast keine ab und Spielekonsolen sind auch irgendwo noch vertreten. Und – wie sollte es auch anders sein – auch ich habe zu diesem großen Thema eine Meinung. Auf der Arbeit verwende ich Linux, daheim vorwiegend Mac und nebenher Windows. Mit Windows bin ich übrigens auch aufgewachsen, ich weiß also ein wenig, wovon ich spreche.

Genug zum Vorwort, hier kommt die eigentliche Story, warum ich diesen Post verfasse. Du kennst bestimmt das HumbleBundle. Spende, was du willst und bekomme Spiele ohne Ende. Das ist das Konzept von ihnen. Und ja, es funktioniert. Diesmal im Angebot: Lauter Spiele für das Steam von Electronic Arts aka Origin. Origin an sich ist ein riesengroßer Bug. Neben tausenden von Übersetzungsfehlern funktioniert dieses Programm vorne und hinten nicht. Aber das weiß jeder, der Origin schon einmal benutzen musste. Origin fasst alle Spiele der Marke EA zusammen. Wer einen neuen Kassenschlager des Monsterspieleherstellers kaufen will, kommt nicht an dem großen, orangenen O vorbei. Origin sorgt nicht nur dafür, dass User Selbstmord begehen, Tastaturen in Monitore werfen und die EA-Supporthotline (die mal so nebenbei nur von 10 bis 17 Uhr geöffnet hat) mit Schimpfwörtern behäufen, die bisher nie ausgesprochen wurden, nein, Origin sorgt auch dafür, dass Spiele nicht weiterverkauft oder kopiert werden können und die User automatisch aus dem Spiel fliegen, wenn die Internetverbindung für mehr als 15 Minuten abbricht. Kurzum: Origin ist ein Segen. Für jeden Manager.

Aber zurück zum eigentlichen Problem: Ich habe bei dem HumbleBundle zugeschlagen, weil ich Sims 3 und diverse Erweiterungen gerne legal erwerben wollte, damit ich den Herstellern für ihre Arbeit danke und nicht umständlich Cracks suchen, auf Viren prüfen und installieren muss. Mittlerweile sind zwei Stunden vergangen, in denen ich vergebens versucht habe, das Spiel, das ich legal erworben habe, zu installieren. Grund dafür:

origin

Ich habe versucht den Support auf Twitter zu kontaktieren, der mich erst einmal für blöd verkaufen wollte, mir dann versicherte, dass es sich um einen temporären Fehler bei Origin handelt und sich anschließen sarkastisch bei mir für mein “understanding” bedankt. Ich habe auch versucht, einen Live-Chat zu finden (vergebens), Abends um 21 Uhr die Hotline anzurufen (vergebens) oder auf diversen Hilfeseiten eine Antwort zu bekommen (vergebens).

Fakt ist, dass ich nun hier sitze, einen Blogartikel verfasse und immer noch nicht mein Sims 3 spielen kann, welches ich – wenn ich mir eine gecrackte Version geladen hätte – wahrscheinlich mittlerweile so lang gespielt hätte, dass all meine Sims schon krepiert sind.

Aber das ist ok. Das gibt mir die Möglichkeit einmal detailliert zu erörtern, warum ich einer der wenigen Konsolen-Fans bin. Ich werde mir die Xbox One zulegen und besitze momentan die Playstation 3. Diese Entscheidung bereue ich jeden Tag, weil ich lieber die Xbox 360 behalten hätte sollen, aber das ist eine andere Geschichte.

Gehen wir mal davon aus, dass man sich kein Spiel von EA holt und es in Steam kauft. Es wird heruntergeladen, installiert, gestartet und BÄM! In 50% der Fälle funktioniert es nicht. Entweder fehlt Games for Windows Live, uPlay, DirectX, wotzefack.dll oder ein Grafiktreiber ist nicht aktuell. Irgendwas ist immer. Bei der Konsole hingegen legt man die Spiel-CD/DVD/Blu-Ray ein, updated und kann loslegen. Die Spiele haben weniger Bugs auf Konsolen, weil sie für exakt diese Hardware getestet wurden und laufen wesentlich performanter, weil die Betriebssystem-Zwischenschicht sehr viel schlanker gehalten wird als bei herkömmlichen PCs. Ist ja auch logisch. Mehr als Spielen und Multimedia muss das Ding ja auch nicht können. Man bekommt also im Endeffekt (mit ein paar minikleinen Abstrichen) die selbe Leistung für 500 Euro (aktueller Preis der Xbox One) anstelle von 1000 Euro (aktueller Preis meines Gaming-PCs).

Auch hier gilt natürlich: Für Gelegenheitszocker wie mich ist die Konsole die beste Lösung. Einlegen, updaten, zocken. Für notorische Powergamer kommt das natürlich nicht in Frage. Da muss gepatcht, gemoddet, gehackt und getweaked werden. Und wehe man hat einen 1ms-Lag.

Jetzt aber mal deine Meinung: Spielst du überhaupt? Wenn ja, wo, wie viel und warum?

Ach ja.. mein Sims 3 geht immer noch nicht. Ich habe mir einen Wecker auf 9:59 Uhr gestellt. Um Punkt 10 werd ich bei der EA-Hotline durchklingeln und fragen, was Sache ist.

Update: Mittlerweile geht es. Die Supporthotline hat mir einen neuen Key zugewiesen, weil der alte Key nicht funktionierte. Ich habe das selbe Problem wie alle, die das Humble Bundle in den ersten Stunden gekauft haben.

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12. August 2013

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In: OpenSUSE, Tech

Kommentare deaktiviert für I managed to bring large file uploads into PHP 5.6

A colleague of mine recently faced difficulties to upload large opensource DVD images (>4G) into ownCloud during a demonstration. After some analysis, it turned out that it wasn’t ownCloud’s fault at all: PHP itself simply could not cope with large file uploads due to an overflow in some key variables. Further research showed that this had been known since 2008 under the bug number #44522. There was even a half completed patch available. I decided to pick up the existing patch and comments from developers and critics and port it to recent PHP, also making some changes to data type definitions. After a discussion on the PHP list, it turned out that this patch cannot be shipped for any upstream PHP before the next release (PHP 5.6) due to backwards compatibility. SUSE Enterprise Linux and openSUSE ship a similar patch with their PHP packages though. Finally, Michael Wallner added tests and included the patch into the PHP master branch.

There only has been very basic testing for Windows and other non-linux PHP ports yet but there is still some time to do this before PHP 5.6 gets released.

11. August 2013

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In: Karim Geiger's Head Revision, Ubuntu, Visionen

Kommentare deaktiviert für Leserbrief zu Revision #17 – Das Internet und Ubuntu

Johannes Wolf war so nett und hat mir einen – in meinen Augen beachtlichen – Leserbrief zukommen lassen, den ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Er bezieht sich auf Revision #17, in der ich meine Zukunftsansicht von Ubuntu und dessen neuem Konzept preisgebe.


Leserbrief zu Revision #17 – Das Internet und Ubuntu

- Eine wirtschaftliche Betrachtung

Ich halte den Traum vom hauptsächlichen Produkt „Ubuntu“ für eine Seifenblase, die platzen wird. Prognosen, dass sich alle Menschen auf ein System, etc. einigen kommt nur ganz selten vor und ich muss zugeben, dass mir momentan nicht mal eines einfällt. Ausser natürlich Vereinbarungen, die von den Firmen oder Organisationen (wie Normung, etc.) selbst getroffen wurden. Selbst bei Nischenmärkten wie „Hausgerätesteuerungen“ gibt es mehrere Anbieter, die sich gut m Markt positioniert haben.

Wir müssen bei dem Thema Devises mehrere Dinge beachten.

Zum Einen, die Seite der Nutzer, User. Da gibt es unterschiedliche Rollenprofile. Die man auch unterschiedlich einteilen kann. Z.B. ist eine Einteilung mit sogenannten „Sinusmilieus“ (siehe Google-Bildersuche, da sinusvision nur noch gegen Bezahlung Daten rausrückt). Da gibt es beispielsweise Leute, wie uns die relativ früh neue Technik ausprobieren und begeisterungsfähig sind und in der Regel auch Produkte vorantreiben (insbesondere auch IT‘ler), im Gegensatz zu den eher konservativ denkenden Leuten, die eine gewisse Skepsis gegenüber Technik an den Tag legen (z.B. haben laut dem Müller-text auf zdf.de nur 35 % in Deutschland überhaupt ein Smartphone). Auch spielen in den Unterschiedlichen Kundenprofilen andere Kriterien eine Rolle, wie Preis, Status, Wichtigkeit des Produkts fürs eigene Leben, etc.)

Dann die Betrachtung der Hersteller, die auf dem Markt auch nicht unbedingt versuchen zu schlafen. In jedem Unternehmen sind Leute für die Entwicklung und Marktbeobachtung zuständig. Wirklich untergehen werden Unternehmen in der Regel nur, zwecks Misswirtschaft, keine Investitionen mehr, bzw. wenn sie neue Technologieen verschlafen und nicht mitziehen. Auch ein Skandal kann ein Unternehmen nach hinten werfen. Hinter den Unternehmen stehen also hunderte von Leuten, die Bezahlt werden wollen und versuchen mitzuziehen. Hier spielt auch eine Rolle in wie fern das Unternehmen bzw. das Produkt beworben werden kann (finanzielle Mittel und emotionales Empfinden gegenüber den Produkten: Lifestyle etc.). Und die Funktionen, die mache Produkte besser machen, gar ausmachen werden von den Anderen kopiert bzw. implementiert – teils auch auf anderer Art und Weise.

Weiter fehlen uns noch die Entwickler im Speziellen und die Zwischenhändler. Die kann man aufteilen, in die Personen, die Geld verdienen müssen und die die Ideologisch an die Apps herangehen und sich freuen, wenns was abwirft.

Die Betrachtung, dass das Produkt sich am Markt durchsetzt, das am Besten für Alle ist ist leider sehr Ideologisch und trifft nicht immer zu. Beispielsweise gab es neben BluRay auch HD DVD. Soweit ich das weiss, war angeblich HD DVD die bessere Qualität, aber BluRay hatte eine größere Anzahl an Unternehmen, die das Unterstützten (angeblich hatte die Pornoindustrie den ausschlaggebenden Stoss gegeben, dass sich BluRay durchsetzte).

Bei Unternehmen wie Media Markt, die die Endgeräte vertreiben müssen, muss die Gewinnspanne höher sein. Denn das Produkt, an dem der Händler am meisten verdient (das Verhalten trifft nicht unbedingt auf den Verkäufer im Geschäft zu, der dir das Teil erklärt, eher auf das Management und Einkauf etc.), wird häufig auch besser platziert stehen, bzw. besser beworben werden (die Diskussion über Handelsmarken und Herstellermarken und die möglichen Modelle, können wir gern wann anders besprechen). Versucht man nur übers Internet zu vertreiben, wird man nicht den kompletten Markt erreichen, da auch heute noch viele (Kernzielgruppe 35+) lieber einen persönlichen Ansprechpartner bei technischen Geräten haben, als im Internet zu bestellen (ergo, hier wieder die Frage welches Produkt am Besten an den Mann gebracht wird/z.B. höchsten Gewinn abwirft).

Jetzt kann man noch Open Source und geschlossene Systeme gegenüber stellen. Bis vor schätzungsweise 10 Jahren dachten viele, dass geschlossene Systeme eigentlich keine Chance haben, weil Dritthersteller von Rechnern wie Asus, Dell etc. dann keine Marktberechtigung mehr haben und der Kunde aufgrund verschiedener Kriterien (wie Abgrenzung, Statussymbole etc.) auch die Differenzierung gegenüber Kollegen, Freunden etc. wollen. Heute haben beide Systeme ihre Berechtigung. Der Open Source Markt lässt Individualismus zu und geschlossene Systeme machen es aus Kundensicht (DEU) häufig leichter, ohne drüber nachzudenken, einen gewissen Qualitätsstandard einzukaufen (deswegen rennen viele in anderen Städten zu Läden, die sie kennen, wie MC Donalds, Starbucks etc., als zu einem kleinen Laden zu gehen, dessen Qualität sie nicht einschätzen können). Das ist meines Erachtens auch ein Grund, warum Open Source Unternehmen immer mehr versuchen mit der Produktmarke auch einen gewissen Standard zu etablieren (z.B. Normung bei der Appgestaltung).

Betrachtet man den Mobilfunkmarkt, stellt man beispielsweise auch fest dass es regionale Unterschiede gibt. In den einzelnen Gebieten ist O2 oder E-Plus oder T-Mobile Marktführer. E-Plus begann beispielsweise mit der Idee auch Untergruppen im Markt Raum zu geben (wie Discotel [günstigster Anbieter, laut meinem Kenntnisstand], Alditalk, etc.).

Fazit: Ich halte Ubuntu, neben iOS und Android für ein sehr attraktives System. Aber letztlich wird es aus meiner Sicht keine Reduzierung auf 1-2 Anbieter im Markt geben, an die sich die Endkunden ketten werden. Der Markt ist aktuell noch wachsend und so wird es weiterhin eine Differenzierung geben. Das Einzige was ich mir auf lange Zeit vorstellen kann und was ich glaube, dass sich bei einem nicht mehr wachsenden Markt etablieren wird, ist die Normung auf gewisse Übertragungsprotokolle im Open Source-Markt. Das heißt, dass jedes Gerät und jedes Betriebsystem irgendwann miteinander kommunizieren kann und sich gegenseitig synchronisiert. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg – ich kann mir das frühestens in 5 Jahren vorstellen, wenn Tablets, TV-Geräte und -Boxen, Smartphones und Rechner bei jedem Zuhause stehen, bzw. viele schon zu Zweitgeräten greifen.

gez. JoeesWolf


Ich möchte gerne detailliert auf das Feedback eingehen und meinen Senf dazu einreichen, jedoch brauche ich dazu etwas Zeit, welche ich momentan nicht habe. Wie ich darauf reagieren werde (ob ich mit ihm – sofern er damit einverstanden ist – eine Skype-Diskussion aufzeichne oder ob ich in Textform antworten werde) weiß ich noch nicht. Ich möchte mich aber herzlichst bei ihm bedanken und natürlich auch alle anderen Leser dazu aufrufen ihre Meinung zu einem beliebigen Thema auf diesem Blog kund zu tun. Leserbriefe sind immer willkommen!

Update: Es ist soweit, der Podcast ist live. Hier kannst du ihn anhören!

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9. August 2013

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In: horde, OpenSUSE, Tech

Kommentare deaktiviert für Horde starts Crowdfunding for IMP Multi-Account feature: Funded after a week

Michael Slusarz of Horde LLC started a crowdfunding experiment: He offered a 3000 $ project at crowdtilt.com to back up development of the IMP multi-account feature. Multi-Account support allows users to manage multiple mail boxes within one horde account. The feature is meant to replace Horde 3’s fetchmail feature which has not been ported for Horde 4 and 5 because technically, it’s not desirable anymore.

Michael Slusarz: The old fetchmail functionality is not coming back. It simply doesn’t work coherently/properly in a PHP environment with limited process times (and is non-threaded).
The replacement MUST be the ability to access multiple accounts within a single session. But this is not a trivial change

After Slusarz started the fundraising campaign, long-time supporters and users of horde contributed funds.

Currently, after three days, more that 80% of funding have been raised. About 500 US $ are still missing. The change is not trivial and probably going into IMP 6.2 for Horde 5.

As mentioned previously, this is a multi-week project, at least from a project planning perspective. And that doesn’t include the bug-fixing that is likely to be significant, given the fact that this is 1) an invasive UI change and 2) is involving connections to remote servers.

That being said – this is something I personally would *really* like to see in IMP also, so I am willing to provide a discount and prioritize this over some other activities I am currently involved in.
[..]
* This won’t be available for IMP 6.1. This will go into 6.2, at the earliest.

The Horde IMP Webmailer is among the most popular webmail applications in the world. It is shipped with most widespread linux distributions like openSUSE and Debian and has been used to drive webmail and groupware applications for large-scale userbases all over the world.

Currently, Horde 5 / IMP 6 is integrated into the cpanel administration product.

Update: After roughly a week, by 2013-08-14 the crowdfunding tilted: 3090 USD had been contributed.

http://lists.horde.org/archives/imp/Week-of-Mon-20130812/055265.html

http://lists.horde.org/archives/imp/Week-of-Mon-20130812/055265.html
I proudly get to make the announcement that the IMP Multiple Accounts
feature has been fully funded, as we reached the funding goal on
Crowdtilt this afternoon: http://tilt.tc/Evs2

I wanted to take the opportunity to thank all of the contributors:

– Simon Wilson
– Luis Felipe Marzagao
– Ralf Lang
– Digicolo.net srl
– Elbia Hosting
– Thomas Jarosch
– Andrew Dorman
– Henning Retzgen
– Michael Cramer
– Harvey Braun
– SAPO/Portugal Telecom
– Matthias Bitterlich
– Allan Girvan
– Bill Abrams
– Markus Wolff
– CAIXALMASSORA (Jose Guzman Feliu Vivas)
– Wolf Maschinenbau AG (Samuel Wolf)

It feels good to put a definite milestone into the enhancement ticket:

http://bugs.horde.org/ticket/8077

Should be able to start on this soon… hopefully tomorrow. Still
undecided on which branch I’m going to do development in but I will
post information to the dev@ list once I decide. Those that
contributed may get status updates.

Once again, thanks to everyone for supporting the Horde Project. Not
only was this an interesting experience from my standpoint (hopefully
others as well), but now we will soon get a feature that is obviously
desired by a large portion of the user base.

michael

9. August 2013

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In: Karim Geiger's Head Revision, WhatsApp, Whistlie.im

Kommentare deaktiviert für Revision #31 – WhatsApp und die User

Verzeih, aber ich bin gerade am lachen. Ich wurde soeben von drei Leuten angeschrieben, dass ich doch mal dieses super Whistle.im, welches jetzt überall in den Nachrichten ist und ein angeblich “sicherer” WhatsApp Konkurrent wäre, ausprobieren soll. Überall in den News wird darüber berichtet. Doch fakt ist: Das Ding ist – mal abgesehen davon, dass es die bis jetzt lächerlichste Alternative ist – genau wie alle anderen zum scheitern verurteilt. Warum das so ist und warum mir niemand glauben will, erkläre ich hier:

Die Alternative Whistle.im ist in der Tat so lächerlich, dass ich mich eigentlich schäme darüber zu berichten, weswegen ich es auch ganz kurz halten werde. Diese App- bzw. Website möchte WhatsApp durch eine sichere 2048-Bit-End-To-End-Verschlüsselung ablösen. Aber das alles kann in dem oben genannten News-Artikel nachgelesen werden. Abgesehen von den ganzen kommenden Gründen ist klar, warum Whistle.im sich nicht durchsetzen wird und morgen auch schon wieder vergessen ist: ES IST EINE WEBSITE IN EINER APP. Und das als Messenger, der auch unterwegs bei EDGE und co. verwendet werden will. Sorry. Das wars dazu.

So, warum gewinnt also WhatsApp und warum verliert ChatOn, Viber, mySMS, Whistle.im (haha :’D) und der ganze namenlose Rest? Fangen wir mit der Zielgruppe an, für die ein solcher Messenger ausgelegt ist. Du als Leser meines Blogs bist wahrscheinlich genau die Person, die nicht in diese Kategorie fällt. Zielgruppe für einen einfachen Messenger sind Personen wie deine kleine Schwester, deine Mutter oder vielleicht sogar dein Opa. Es sind normale Menschen, die keine Ahnung von Computern und Smartphones haben und allesamt entweder ein “Samsung” oder ein “HTC” besitzen*. Sie lesen das, was in der BILD steht (OMG NSA OMG PRISM) und glauben das, was in der Beschreibung einer App steht – wenn sie sie denn mal lesen. Ja, es handelt sich bei dem normalen Menschen um einen absoluten DAU. Aber das ist auch verständlich. Man kann nicht auf jedem Gebiet ein Fachmann sein. Ich bin auch ein DAU, wenn es z.B. ums Einkaufen geht. Dann nehm ich halt “die Suppe mit dem roten Logo” oder “den Käse mit den Löchern”. Dazu kommt, dass wir Menschen uns Dinge, die uns nicht interessieren, nur ein paar Tage lang merken. Wenn mir jemand sagt, dass der Käse, den ich so gerne esse Gouda heißt, dann weiß ich das in einer Woche, wenn ich das nächste mal einkaufe, nicht mehr. So ist es auch mit dem NSA “Skandal”**. Für ein paar Wochen ist es nun das schlimmste auf der Welt und im September weiß Tante Emma nicht mehr, was der Unterschied zwischen PRISM und Prison ist.

Also, fassen wir zusammen: Der 0815 Smartphone-User weiß weder, was eine End-To-End-Verschlüsselung ist, noch, was das mit einem Passwort zu tun hat. Ein Passwort ist für einen Anwender nur ein nerviges Ding, das eingegeben werden muss, damit man – falls das Handy verloren geht – seine Daten noch hat. “Und da mir das ja nie passiert, merk ich mir das Passwort auch nicht.” Ich habe es schon unzählige Male erlebt, dass jemand total hektisch zu mir gekommen ist und gefragt hat, wie denn nun das Google-Passwort ist, damit er im Play Store wieder etwas einkaufen kann. Oder der Steam-Login, weil er einen neuen Computer hat. Oder, oder, oder.

Merken wir uns: Verschlüsselung interessiert keinen und Passwörter sind nervig. Statistisch bewiesen ist, dass eine Login-Maske in einer App gut 30% der Nutzer dazu verleitet, die Anwendung noch vor der Registration zu deinstallieren. Und was ist bitte einfacher, als die App zu starten, zu warten, bis sie sich mit der Handynummer authentifiziert hat und dann direkt mit bestehenden Kontakten, die durch welche Magie auch immer in der Favoriten-Liste erscheinen, zu chatten? Nichts. Und genau das ist der Vorteil von WhatsApp.

Es ist technisch nicht möglich eine sichere Verschlüsselung ohne Passwort hinzubekommen. Technisch trifft WhatsApp also keine Schuld, dass die Verschlüsselung nicht sicher ist. Als Passwort fungiert hier also quasi die Telefonnummer und die Unique Device ID. Wer diese zwei Daten hat, kann auch genau so gut ein Passwort gesnifft haben. In meinen Augen ist WhatsApp also eben so sicher wie das Whistle.im (haha :’D) eines DAU, der als Passwort Hallo123 hat.

Aber ist ja auch egal. Zumindest für Otto Normaltexter. Der freut sich, dass er in WhatsApp all seine Kontakte hat und sich (fast) kostenlos mit ihnen unterhalten kann. Warum also zu Whistle.im (haha :’D) wechseln? Die Freunde sind doch auch bei WhatsApp. Und genau das ist der springende Punkt. Jeder ist bei WhatsApp, genau wie jeder bei Facebook ist. Und solange alternative Software nicht irgend etwas bietet, das jeden WhatsApper aus den Hipsterstiefeln kippen lässt, wird WhatsApp genau wie Facebook dominant bleiben. Dann ist es ganz egal, ob die Software von einem großen Konzern wie Google kommt oder auf jedem Samsung Smartphone vorinstalliert ist. Kennt eigentlich noch jemand dieses Google+?

tl;dr: Die Konkurrenz hat so lange keine Chance, bis sich eine einfachere, sicherere, und innovativere Alternative finden lässt. Das wird irgendwann garantiert kommen, allerdings nicht durch irgendwelche “alternativen”, die den selben Featurestand unter neuem Design bieten.

Deine Meinung zu dem Thema?

__________________________

* mal ganz am Rande: Ich verabscheue es, wenn ich jemanden frage, was er für ein Handy hat und als Antwort dann kommt “Ich hab n Samsung.” Ja geil. Ein Samsung. Jetzt weiß ich mehr. “Was hast du für einen PC?” – “Nen weißen.” ist das selbe Kaliber.

** ich bin echt überrascht, dass alle so überrascht sind. Mir war schon immer klar, dass wir überwacht werden und aus unseren Metadaten Statistiken gezogen werden. Und warum denn auch nicht? Wenn ich die NSA wäre, würde ich es nicht anders machen.

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