Posts Tagged ‘Internet’

31. Januar 2014

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In: Karim Geiger's Head Revision

Kommentare deaktiviert für Revision #44 – Google baut Trojaner für Windows 8 und das Internet bekommt ein Update

Zugegeben, das mit dem Internet-Update steht so nicht da, aber der Rest stimmt. Die Welt – eine Tageszeitung der Axel Springer AG – hat mal wieder bestätigt: Internet ist für uns alle Neuland und der Durchschnittsbürger ist BILD-Leser. Konkret geht es um folgenden Artikel:
Google schleust trojanisches Pferd in Windows 8 ein

Jeder, der weiß, was der Unterschied zwischen dem Internet und einem Browser ist, der weiß auch, dass die Überschrift kompletter Bullshit ist. Gucken wir uns doch mal die Definition für “Trojanisches Pferd” an:

Als Trojanisches Pferd, im EDV-Jargon auch kurz Trojaner genannt, bezeichnet man ein Computerprogramm, das als nützliche Anwendung getarnt ist, im Hintergrund aber ohne Wissen des Anwenders eine andere Funktion erfüllt.
Wikipedia

Liest man sich nun den Artikel aufmerksam durch, stellt man fest, dass damit der ChromeOS-Mode gemeint ist, den Google in der neuen Chrome-Version integriert hat. Genauer geht es darum, dass Chrome mittlerweile als Windows 8-App gestartet werden kann und das UI von Chrome OS mitliefert. Sieht dann so aus:

Google

Fährt man wie bei Windows 8-Apps üblich an einen der Ränder, so kommt man zurück zum Modern UI-Launcher. Alles in allem lässt sich also sagen: Google hat Chrome der Windows 8 Designrichtlinie angepasst. So eine Frechheit!!1 Ein Trojanisches Pferd haben sie in den Windows 8-Kernel eingeschleust, der direkt bei der Installation von Windows 8 im Hintergrund ausgeführt wird!!!!

Die Autoren J. Kupillas und L. Winckler sollten sich schämen, so einen Unsinn zu verbreiten. Als optimistischer Mensch ging ich dann davon aus, dass wenigstens in den Kommentaren ein Shitstorm gegen die nicht vorhandene Kompetenz der Autoren eingeletet wurde. Ja, weit gefehlt.

menschheit_in_einem_bild

Ich bin dann mal weg.

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9. Januar 2014

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In: Karim Geiger's Head Revision

Kommentare deaktiviert für Revision #43 – Hardwarebasierte Fernwartung

Immer wieder gibt es das Problem, dass man auf seinen Rechner aus der Ferne zugreifen möchte, wenn dieser nicht gebootet ist. Dann gibt es entweder die Möglichkeit über Umwege den Rechner mit einem WOL-Request zu starten oder ihn.. naja.. nicht auszuschalten. Was aber, wenn der Rechner dauerhaft dem physikalischen Zugriff entzogen ist und man das System neu aufsetzen möchte? Ohne entsprechendes Recovery-System oder einen Depp-Vom-Dienst-Der-Knöpfe-Drücken-Darf-Service wird man dann nicht weit kommen. Klar, Fernwartungssoftware gibt es zu genüge und auch bei virtualisierten Systemen ist das alles kein Problem, doch gibt es immer noch genug Systeme, die allein aus Performance-Gründen auf dem Host laufen müssen und bei denen eine Einbuße der Rechenleistung durch Aufnahme und Übertragung des Bildschirminhaltes eher suboptimal wäre.

Warum also keine hardwarebasierte Fernwartung? Intel bietet mittlerweile eine KVM-Remote-Technik an, welche theoretisch genau das macht, was ich mir vorstelle, nur gibt es dort zwei Schwachpunkte:

  1. Es braucht wieder eine Person, die ein Passwort angibt. Eine vorkonfigurierte Fernwartung ist also nicht möglich.*
  2. Die CPU sowie das Mainboard müssen diese Technologie unterstützen. Und damit sind sie raus.

Das Konzept

Ähnlich einem KVM-Switch werden Tastatur, Maus, Netzwerk und Video gesplittet und einmal an einen Minicomputer übertragen, welcher später die Fernwartung übernimmt, sowie an die eigentlichen Geräte weitergeleitet. Der Nutzer kann also problemlos weiter auf seinen Monitor starren, sein Internet benutzen und mit Maus und Tastatur Eingaben tätigen. Der Minicomputer nimmt wenn nötig das Bildschirmsignal auf und leitet es über einen per Internet erreichbaren “Proxy”-Server an den Client weiter, andersrum nimmt dieser Maus- und Tastatur-Eingaben von dem entfernten Rechner entgegen und leitet sie weiter an den Endrechner. Somit ist es einem möglich den Rechner vom BIOS an zu steuern und das ganz ohne, dass das System zusätzliche Rechenaufgaben erledigen muss.

Die theoretische Umsetzung

Voraussetzungen:

  • USB-Switch, der es ermöglicht zwei Peripheriegeräte (Maus und Tastatur) von zwei Hosts an einen weiterzuleiten
  • (Ethernet-Switch, der sowohl dem Host als auch dem Minicomputer einen Netzwerk-Port bereitstellt)
  • HDMI-Splitter, der ein HDMI-Signal auf zwei Ausgänge aufteilt
  • HDMI-Capture-Modul, das das HDMI-Signal interpretieren und als Stream wiedergeben kann
  • Minicomputer, der mit dem Rechner, dem Switch und dem Server kommuniziert
  • Proxy-Server, der von beiden Seiten erreichbar ist (erspart Port forwarding)
  • Client-, Proxy- und Server-Software

Steckt man all das elegant zusammen, so bekommt man ein fertiges Produkt, das man als fertigen Service anbieten kann. Die Switches, der Splitter, das Aufnahmegerät und der Minicomputer sind alle in einem kompakten Gerät enthalten, welches der Anwender letzten Endes nur noch zwischen PC und Ein-/Ausgabegeräte stecken muss. Sobald der Minicomputer eine Netzwerkverbindung bezogen hat, kann er sich anhand seiner Seriennummer beim zentralen Server melden und wird dann einem Useraccount fest zugewiesen, welcher nur noch den Client auf einem entfernten Rechner installieren muss. Damit nicht jeder, der das Passwort hat einfach so auf den Bildschirm gucken kann, gibt es natürlich viele Möglichkeiten. Eine wäre, eine Two-Factor Authentication, bei der der Nutzer die Fernwartung erst per Code bestätigen muss oder eine einfache Leuchtdiode, welche anfängt zu blinken, sobald gestreamt wird.

Die Vorteile, die sich mir bei diesem Konzept erschließen sind denke ich mal klar ersichtlich: Wer diese Hardware hat, kann sie garantiert auch nutzen. Wenn also Omi oder Mutti ständig ein Problem mit dem Rechner hat, kann man ihr schnell eine solche Box dazwischen schalten (welche denke ich für 30-40 Euro bei Massenproduktion verkauft werden kann) und muss sich nie wieder Sorgen um den PC machen. Ebenso kann man seine eigenen Systeme fernwarten, selbst wenn der VPN mal wieder ausfällt, weil die FritzBox vergessen hat dem dynamischen DNS-Server ihre neue IP mitzuteilen.

Nachteil: Kostet.

 

*vielleicht lässt sich das aber konfigurieren, wovon ich jedoch nicht ausgehe, da das eine Sicherheitslücke für Unternehmen darstellen würde.

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30. Oktober 2013

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In: Karim Geiger's Head Revision

Kommentare deaktiviert für Revision #39 – Von MPEG-4/H.264, WebM/VP8 und OggTheora

Es ist 4 Uhr und ich sitze seit knapp 3 Stunden daran, ein Video auf meine Website zu stellen. Ist ja eigentlich nicht schwer. Hochladen, entsprechenden Player finden und einbinden, fertig. Theoretisch. Das Tolle ist, dass ich natürlich alle Browser unterstützen möchte, eine Allergie gegen Flash habe und Wert auf Qualität lege. Mit diesen drei meiner Meinung nach absolut nachvollziehbaren und nicht zu viel verlangten Punkten ist es aber nahezu unmöglich eine Lösung zu finden.

Wir leben im 21. Jahrhundert, dem Zeitalter der Medien. Da möchte man doch meinen, dass es schon die ein oder andere Person vor mir gab, die versucht hat ein FullHD-Video auf einer ganz normalen Website einzubinden. Auch möchte man meinen, dass es kein all zu großes Hexenwerk ist, diese einfache Aufgabe zu erledigen. Leider leben wir aber auch im Zeitalter der Patentkriege und des Wettstreits. So haben es die großen Browserhersteller noch immer nicht geschafft etwas derartiges auf die Beine zu stellen.

In dieser Tabelle ist schön übersichtlich aufgezeigt, welcher Browser was nicht kann. Die einzigen zwei Videoformate, die von allen Browsern (Internet Explorer ist kein Browser) unterstützt werden, sind das neue WebM von Google und das freie Ogg. So weit so gut. Ein Standard. Ich werd verrückt, ist ja wunderbar! Gleich mal das 1080p-Video in die beiden Formate konvertieren und gucken, welches die bessere Qualität hat.

Gesagt, getan. Alle Videos miteinander verglichen und – heilige Scheiße. Dass die sich überhaupt trauen mit so etwas an die Öffentlichkeit zu gehen.. das ist doch peinlich. Weder das ganz neue und gehypte ach so tolle WebM noch Ogg haben auch nur annähernd ein klares Bild. Die Datei ist zwar schön klein, aber man kann sogar die Pixel zählen. Für mein altes Sony Ericsson CyberShot-Handy mit einem 1,9 Zoll-Bildschirm sieht das bestimmt wunderschön aus, aber an einem Computerbildschirm mit einer höheren Auflösung als 1024×768 Pixeln ist so ein Video ein Graus. Von HD keine Spur. Du glaubst mir nicht? Sieh selbst (ein Klick vergrößert):

Gut, WebM und Ogg sind also raus. Bleibt noch MP4. Laut Tabelle wird das ja von allen bis auf Opera unterstützt. Wait, what? Oh. Kleingedrucktes: Chromium kanns nicht und bei Firefox steht etwas von “Partial”. Etwas herunter gescrollt sieht man, was das Partial bedeutet: Windows kanns, OS X nicht und von Linux ist keine Spur. Aber Hauptsache Firefox OS steht mit auf der Liste.

Ich stehe nun also vor folgendem Problem: Einen Tod muss ich sterben. Doch welchen?

  1. Ich supporte nicht alle Browser. – Inakzeptabel. Ich denke da muss man nicht groß drüber reden.
  2. Ich mache Abstriche in der Qualität. – Klar. Retina gibts ja noch nicht und FullHD wird auch überbewertet. Das ist also auch inakzeptabel.
  3. Ich nutze Flash. Flash kann – warum auch immer – mit allen Formaten umgehen. Und jeder Browser kann Flash. Abgesehen von den mobilen Browsern. Da muss wieder eine HTML5-Version her. Ist das nicht super?

Also, meine Damen und Herren: IST ES DENN SO SCHWER EINEN EINHEITLICHEN CODEC ZU HABEN, DER MIT ALLEN BROWSERN AUF ALLEN SYSTEMEN IN ANGEMESSENER QUALITÄT FUNKTIONIERT? Krass.

Update 4. November 2013: Ich fange noch an an Wunder zu glauben. Oder der Cisco CEO liest meinen Blog, kann natürlich auch sein. Auf jeden Fall hat Cisco gerade bekannt gegeben, dass sie den H264 Codec unter Open Source Lizenz stellen werden. Das löst von heute auf morgen all meine Probleme, da nun der Mozilla Firefox vollen Support anbieten wird und auch Opera das Format (da Open Source) integrieren wird. GEIL!

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18. Oktober 2013

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In: Karim Geiger's Head Revision

Kommentare deaktiviert für Podcast #03 – Google+

Der heutige Podcast behandelt das neue Social Network Google+, das sich immer mehr den Weg in die Köpfe der User bahnt. Wo Google+ aktuell steht und wie es in der Zukunft aussehen wird, erfahrt ihr im Headrevision Podcast.

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3. September 2013

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In: Karim Geiger's Head Revision, Ubuntu

Kommentare deaktiviert für Podcast #01 – Das Internet und Ubuntu

Wie im Leserbrief von Johannes auf den Blogpost #17 – Das Internet und Ubuntu schon angekündigt, gibt es nun eine einstündige Diskussion über das Konzept von Ubuntu und dessen Entwicklung in der Zukunft. Wer die Diskussion zwischen Johannes und mir nicht verpassen möchte, kann sich hier die Audioaufnahme in voller Länge anhören:

Dieser erste Podcast ist ein sogenannter Pilot, mit dem wir unsere Hard- und Software testen wollten und sehen wollen, wie ein solcher (vielleicht zukünftig auch regelmäßiger) Podcast ankommt. Wenn dir also der Podcast gefallen hat, würde es uns beide sehr freuen, wenn du uns kurz bescheid gibst. Das gleiche gilt natürlich auch, wenn du ihn noch nicht so gut fandest. Wir sind für Kritik immer zu haben und lassen uns gerne belehren.

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9. August 2013

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In: Karim Geiger's Head Revision, WhatsApp, Whistlie.im

Kommentare deaktiviert für Revision #31 – WhatsApp und die User

Verzeih, aber ich bin gerade am lachen. Ich wurde soeben von drei Leuten angeschrieben, dass ich doch mal dieses super Whistle.im, welches jetzt überall in den Nachrichten ist und ein angeblich “sicherer” WhatsApp Konkurrent wäre, ausprobieren soll. Überall in den News wird darüber berichtet. Doch fakt ist: Das Ding ist – mal abgesehen davon, dass es die bis jetzt lächerlichste Alternative ist – genau wie alle anderen zum scheitern verurteilt. Warum das so ist und warum mir niemand glauben will, erkläre ich hier:

Die Alternative Whistle.im ist in der Tat so lächerlich, dass ich mich eigentlich schäme darüber zu berichten, weswegen ich es auch ganz kurz halten werde. Diese App- bzw. Website möchte WhatsApp durch eine sichere 2048-Bit-End-To-End-Verschlüsselung ablösen. Aber das alles kann in dem oben genannten News-Artikel nachgelesen werden. Abgesehen von den ganzen kommenden Gründen ist klar, warum Whistle.im sich nicht durchsetzen wird und morgen auch schon wieder vergessen ist: ES IST EINE WEBSITE IN EINER APP. Und das als Messenger, der auch unterwegs bei EDGE und co. verwendet werden will. Sorry. Das wars dazu.

So, warum gewinnt also WhatsApp und warum verliert ChatOn, Viber, mySMS, Whistle.im (haha :’D) und der ganze namenlose Rest? Fangen wir mit der Zielgruppe an, für die ein solcher Messenger ausgelegt ist. Du als Leser meines Blogs bist wahrscheinlich genau die Person, die nicht in diese Kategorie fällt. Zielgruppe für einen einfachen Messenger sind Personen wie deine kleine Schwester, deine Mutter oder vielleicht sogar dein Opa. Es sind normale Menschen, die keine Ahnung von Computern und Smartphones haben und allesamt entweder ein “Samsung” oder ein “HTC” besitzen*. Sie lesen das, was in der BILD steht (OMG NSA OMG PRISM) und glauben das, was in der Beschreibung einer App steht – wenn sie sie denn mal lesen. Ja, es handelt sich bei dem normalen Menschen um einen absoluten DAU. Aber das ist auch verständlich. Man kann nicht auf jedem Gebiet ein Fachmann sein. Ich bin auch ein DAU, wenn es z.B. ums Einkaufen geht. Dann nehm ich halt “die Suppe mit dem roten Logo” oder “den Käse mit den Löchern”. Dazu kommt, dass wir Menschen uns Dinge, die uns nicht interessieren, nur ein paar Tage lang merken. Wenn mir jemand sagt, dass der Käse, den ich so gerne esse Gouda heißt, dann weiß ich das in einer Woche, wenn ich das nächste mal einkaufe, nicht mehr. So ist es auch mit dem NSA “Skandal”**. Für ein paar Wochen ist es nun das schlimmste auf der Welt und im September weiß Tante Emma nicht mehr, was der Unterschied zwischen PRISM und Prison ist.

Also, fassen wir zusammen: Der 0815 Smartphone-User weiß weder, was eine End-To-End-Verschlüsselung ist, noch, was das mit einem Passwort zu tun hat. Ein Passwort ist für einen Anwender nur ein nerviges Ding, das eingegeben werden muss, damit man – falls das Handy verloren geht – seine Daten noch hat. “Und da mir das ja nie passiert, merk ich mir das Passwort auch nicht.” Ich habe es schon unzählige Male erlebt, dass jemand total hektisch zu mir gekommen ist und gefragt hat, wie denn nun das Google-Passwort ist, damit er im Play Store wieder etwas einkaufen kann. Oder der Steam-Login, weil er einen neuen Computer hat. Oder, oder, oder.

Merken wir uns: Verschlüsselung interessiert keinen und Passwörter sind nervig. Statistisch bewiesen ist, dass eine Login-Maske in einer App gut 30% der Nutzer dazu verleitet, die Anwendung noch vor der Registration zu deinstallieren. Und was ist bitte einfacher, als die App zu starten, zu warten, bis sie sich mit der Handynummer authentifiziert hat und dann direkt mit bestehenden Kontakten, die durch welche Magie auch immer in der Favoriten-Liste erscheinen, zu chatten? Nichts. Und genau das ist der Vorteil von WhatsApp.

Es ist technisch nicht möglich eine sichere Verschlüsselung ohne Passwort hinzubekommen. Technisch trifft WhatsApp also keine Schuld, dass die Verschlüsselung nicht sicher ist. Als Passwort fungiert hier also quasi die Telefonnummer und die Unique Device ID. Wer diese zwei Daten hat, kann auch genau so gut ein Passwort gesnifft haben. In meinen Augen ist WhatsApp also eben so sicher wie das Whistle.im (haha :’D) eines DAU, der als Passwort Hallo123 hat.

Aber ist ja auch egal. Zumindest für Otto Normaltexter. Der freut sich, dass er in WhatsApp all seine Kontakte hat und sich (fast) kostenlos mit ihnen unterhalten kann. Warum also zu Whistle.im (haha :’D) wechseln? Die Freunde sind doch auch bei WhatsApp. Und genau das ist der springende Punkt. Jeder ist bei WhatsApp, genau wie jeder bei Facebook ist. Und solange alternative Software nicht irgend etwas bietet, das jeden WhatsApper aus den Hipsterstiefeln kippen lässt, wird WhatsApp genau wie Facebook dominant bleiben. Dann ist es ganz egal, ob die Software von einem großen Konzern wie Google kommt oder auf jedem Samsung Smartphone vorinstalliert ist. Kennt eigentlich noch jemand dieses Google+?

tl;dr: Die Konkurrenz hat so lange keine Chance, bis sich eine einfachere, sicherere, und innovativere Alternative finden lässt. Das wird irgendwann garantiert kommen, allerdings nicht durch irgendwelche “alternativen”, die den selben Featurestand unter neuem Design bieten.

Deine Meinung zu dem Thema?

__________________________

* mal ganz am Rande: Ich verabscheue es, wenn ich jemanden frage, was er für ein Handy hat und als Antwort dann kommt “Ich hab n Samsung.” Ja geil. Ein Samsung. Jetzt weiß ich mehr. “Was hast du für einen PC?” – “Nen weißen.” ist das selbe Kaliber.

** ich bin echt überrascht, dass alle so überrascht sind. Mir war schon immer klar, dass wir überwacht werden und aus unseren Metadaten Statistiken gezogen werden. Und warum denn auch nicht? Wenn ich die NSA wäre, würde ich es nicht anders machen.

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15. Juni 2013

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In: Karim Geiger's Head Revision, Vision, Visionen, Web 3.0

Kommentare deaktiviert für Revision #28 – Web 3.0

Das Web 2.0 ist langsam ein alter Hut und wir bewegen uns in Richtung Web 3.0. Während viele Websites noch versuchen, auf das Konzept des sozialen Netzes aufzuspringen, entwickelt sich das Internet langsam und ohne dass die Nutzer es merken weiter. So wird bald ein Web entstehen, wie wir es uns alle wahrscheinlich nicht wünschen. Ich habe mal versucht, dir meine Vorstellung des Internets in 5 bis 10 Jahren nahezubringen.

Das “freie Netz”, wie wir es kennen wird vermutlich nicht mehr wirklich existieren. Es ist natürlich noch vorhanden, aber wird sich denke ich ähnlich verhalten wie die heutigen Newsgroups. Die meisten kennen es nur als Download-Plattform, früher war es Kommunikationsmittel Nummer Eins. Das, was wir derzeit noch Browser nennen, wird in ferner Zukunft keine große Rolle spielen. Und Domains sind sowieso obsolet.

Wir werden ein Programm haben, das Facebook (oder Google, bin mir nicht ganz sicher, wer den Größeren hat. Gehen wir einfach mal von Facebook aus) öffnet und nichts anderes. Am Handy haben wir Facebook OS (das erste Facebook-Phone gibt es ja schon) und am Laptop eventuell so etwas ähnliches wie Chrome OS, wobei ich mir damit noch nicht sicher bin. Fakt ist aber, dass wir keinen Browser mehr haben. Wir haben keine Millionen von Websites, die alle anders aussehen, vollgestopft mit Werbung sind und alle wirr in der Gegend rumlinken. Wir haben eine zentrale Anlaufstelle: Facebook.

Auf Facebook kann man heute (Stand 2013):

  • Chatten (ICQ, Jabber, SMS, …)
  • News lesen (Google News, RSS, …)
  • Freunde verwalten (Kontakte, Email, …)
  • Das Internet durchsuchen (Google, Bing, …)
  • Werben (Google AdWords, …)
  • Events planen (Private Website, …)
  • Sich informieren (Wikipedia, …)
  • Bilder/Videos sharen (Instagram, YouTube, …)
  • Spielen (Travian, …)
  • Und so unfassbar viel mehr..

Facebook hat jetzt schon einen Großteil der Dienste abgelöst, die damals noch alle ein unterschiedliches Design hatten und einzeln synchronisiert und gepflegt werden mussten. Was jetzt noch fehlt um das gesamte Internet im Heimanwenderbereich zu “übernehmen” sind Foren, Shops und Downloads. In vielen dieser Bereiche arbeitet Facebook an einer Umsetzung. einen Blog kann man beispielsweise mit seinen Abonnements verwirklichen, Downloads gibt es schon auf dem Smartphone und der Rest wird auch bald kommen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Möglichkeit, andere etwas entwickeln zu lassen und damit Geld zu verdienen. FarmVille und co machen vor, dass es funktioniert. Auch das wird noch erweitert werden, sodass Firmen zukünftig die Möglichkeit haben werden, Content und Anwendungen für Facebook (natürlich abgesegnet durch das QA-Team) bereitzustellen.

Nachdem es nicht mehr wirklich nötig ist, einen neuen Tab aufzumachen um zu gucken, wie das letzte Fußballspiel ausging oder um herauszufinden, wann Barack Obama von seinem Amt zurückgetreten ist, wird dieser Aufwand auch nicht mehr betrieben werden. Man guckt eben im in Facebook integrierten Wikipedia nach (ist übrigens heute schon so bei automatisch generierten Seiten) oder sieht sich ein Video im Videobereich an.

Facebook wird zum Browser

Facebook wird zum Browser

Viele große Fimen werden ihr Augenmerk verstärkt auf Facebook legen und dort die Produkte oder Services vermarkten, weil es wesentlich einfacher ist, als einen Webdesigner für die Homepage zu beschäftigen. Das World Wide Web wird sich immer mehr auf Facebook zentrieren, weil ja sowieso so gut wie jeder da ist und jeder es benutzen kann. Bald gibt es keine URL-Leiste mehr und bald keine Browser mehr. Wozu auch? Es ist ja alles in Facebook integriert.

Irgendwann wird niemand mehr auf die Idee kommen auf firmenname.com zu gehen oder die Frage in Google einzutippen. Man hat Facebook ja sowieso gerade offen. Das Web wird langsam zu Nerdwissen und beschränkt sich auf unternehmensinterne Services, kleine Dienste, spezielle Informationsquellen, Pornos, illegale Downloads und löst langsam die Newsgroups ab.

Wenn nicht bald etwas ganz gravierendes passiert, wird das meiner Meinung nach die Zukunft des Internets sein. In vielen Punkten finde ich den Plan von Zuckerberg nicht schlecht, weil es das Internet gerade für Normalanwender vereinfacht, alle Informationen bündelt und es endlich ordnet und strukturiert, was Yahoo! und Google ja vergebens versuchen. Doch natürlich hat das auch riesengroße Nachteile. Das Medium Internet wird nicht mehr der Punkt sein, an dem kleine Start-Up aus dem Boden sprießen und neue Ideen von heute auf morgen geboren werden. Es wird von großen Konzernen regiert. Ähnlich wie das Fernsehen, das Radio, das Auto, der Immobilienmarkt und sonst jede andere Branche. Aber es wird eine neue Innovation geben, die nach dem Internet kommt und das WWW zum Radio unter den Fernsehern macht.

Deine Meinung? Alles Schwachsinn oder könnte doch was dran sein?

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15. Juni 2013

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In: Karim Geiger's Head Revision, videos, vine

Kommentare deaktiviert für Revision #27 – 6 Sekunden Videos

Du kennst doch Vine, den neuen Service von Twitter, mit dem du Videos aufnehmen kannst, die 6 Sekunden lang sind. Damit kann man ja einiges an lustigen Sachen mach, aber es nervt mich.

Sobald Vine bekannter wurde, gab es auch auf Facebook genug Seiten, die eben solche Videos anbieten. Und dann gibt es natürlich Freunde, die einem das permanent schicken. Das Problem dabei ist, dass diese immer Ton brauchen und buffern müssen (warum auch immer. Irgendwie bekommt Facebook das mit dem Buffering nicht ganz auf den Kasten). Und da ich entweder am Handy bin (an dem Videos ja bekanntlich eine Katastrophe sind) oder am PC Musik höre, muss ich diese immer unterbrechen, um mir 6 Sekunden lang irgend einen Mist anzusehen, den man genau so gut auch als gif (yiff) mit Untertiteln verpacken kann.

Ich finde es also sehr schade, dass so Kurzvideos immer bekannter werden und einfache gifs, die heutzutage weder buffern müssen noch irgendwelche nervigen Töne von sich geben und mit allen Geräten kompatibel sind, immer mehr in den Hintergrund verschoben werden.

So viel zum Thema. Wollte einfach mal loswerden, dass ich den neuen Hype (hoffentlich bleibts dabei) nicht gut finde. GIF FOR THE WIN!

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