Archiv nach Schlagworten: Politik

Totschlagen reicht nicht: Man muss sich auch noch drüber lustig machen (Lutz Heilmann II)

In meinem vorherigen Artikel berichtete ich über das unglückliche Vorgehen des Abgeordneten Lutz Heilmann und die teilweise vollkommen verzerrende (aber vorhersehbare) Aufnahme des Ganzen durch die Internet-Gemeinde. Darüber konnte man noch schmunzeln.

Nicht mehr lustig ist dies: Unter http://www.lutzheilmann.info/ wurde jetzt eine Fake-Seite eingerichtet, die in bösartiger Weise die Person Lutz Heilmanns diffamiert. Die Seite suggeriert auf den ersten Blick, Weiterlesen »

Judas gefunden und lustvoll totgeschlagen: Lutz Heilmann (MdB)

Politiker klagt gegen Wikipedia und erwirkt vorläufige Einstellung des deutschen Portals. Allein das genügt, um Wellen zu Schlagen in der Öffentlichkeit, den Medien, den Blogs und der ganzen sonstigen deutschsprachigen Meinerei. Soviel steht vor jeder Prüfung des Sachverhaltes fest: Wer gegen die Wikipedia handelt, kann nur ein Schurke sein. Der Übeltäter ist denn auch ein Buhmann wie aus dem Lehrbuch: Lutz Eberhard Heilmann ist nicht nur ein Ossi, sondern war auch noch beim MfS tätig. In die SED ist er eingetreten, aus der PDS ist er dann erst raus und wieder rein. Mittlerweile sitzt er für Die Linke im Bundestag und hat in seinem Landesverband jede Menge Streit. Schwul ist er auch noch und dazu dem Vernehmen nach nicht immer ganz offen und ehrlich gewesen, was seine Vergangenheit anging. Die Öffentlichkeit hat in ihm ihren Judas gefunden und den haut sie nun nach Herzenslust tot. Weiterlesen »

Geld macht schlau.

„Es ist nicht so, dass wir die FDP im Dunkeln gelassen haben. Ich bin ja genauso enttäuscht, dass Bankmanager, die sehr viel mehr Verstand haben als ich, weil sie ein Mehrfaches verdienen, nicht in der Lage sind, eine Größenordnung anzugeben“, sagte Beckstein.

(Quelle: www.faz.net am 22.10.2008)

Ohne Worte.

election.de stellt Forenbetrieb ein

Das Portal www.election.de, das sich seit vielen Jahren mit Wahlprognose und Wahlrecht auseinandersetzt, kündigte gestern abend an, künftig den Forenbetrieb einzustellen. Als Grund wird angegeben, der Aufwand für die Pflege der Foren- und Kommentarfunktion sei zu aufwändig geworden. Schon in der Vergangenheit verlagerte sich der Schwerpunkt der Website immer mehr von einer klassischen Community-Site, die vor allem von anwendergenerierten Inhalten lebte, hin zu einem Zahlen- und Zitateportal für die Medien. Nachdem zunehmend Medien die Prognosen und Berechnungen von election.de aufgriffen, bot der Betreiber der Website seit einiger Zeit auch Bezahldienste für Wahlkreiskandidaten der Parteien an. Ehemalige Teilnehmer der Diskussionsplattform vermuten daher, dass auch kommerzielle Erwägungen bei der Schließung der Community-Bereiche eine Rolle spielten. Die Diskussionsforen waren bekannt für einen boulevard-artigen und teilweise rüden Umgangston unter den Teilnehmern. Im deutschsprachigen Raum hat sich neben election.de auch das Projekt www.wahlrecht.de mit seinem Forum als Expertenplattform zum Wahlrecht etabliert. Anders als election.de, das eher in tagesaktuellen Medien Beachtung fand, wird www.wahlrecht.de und sein Betreiber Dr. Martin Fehndrich auch in tiefergehenden Fachdiskussionen zum Wahlrecht zitiert.